Gut beheizte Zimmer? Fehlanzeige. Wer schnell friert, ist in einem Eishotel falsch. Denn dort geht der Spaß (und der Schlaf) bei minus fünf Grad erst los, meistens ist es allerdings kälter. Heizungen gibt es nicht, dafür flackert in manchen Zimmern ein Kamin neben dem Bett aus Eisblöcken – so etwa im majestätischen „Hôtel de Glace“ im kanadischen Quebec (ab ca. 160 Euro). Sessel, Säulen, die Empfangshalle mit den gotischen Bögen und die Kunstwerke, die die bis zu sechs Meter hohen Wände zieren: Alles ist aus insgesamt 500 Tonnen Eis und 15 000 Tonnen Schnee. In der Kapelle kann man vorm gefrorenen Altar heiraten, und an der „Bar de Glace“ werden die Drinks in Gläsern aus Eis serviert. In romantischen Zimmern mit Eisskulpturen logiert man auch im Eishotel in Jukkasjärvi, Schweden (ab 135 Euro). Rustikaler geht es in der „Iglu-Lodge“ in den Allgäuer Alpen, im „Schneedorf“ im Tiroler Ötztal (beide ab 109 Euro) zu oder in den „Iglu-Dörfern“ in Zermatt, St. Moritz, Gstaad, Davos und auf der Zugspitze (ab 99 Euro). In diesen kalten Kammern ist Schnee das bevorzugte Baumaterial, doch auch dort kuschelt man zwischen jeder Menge Fellen, Kerzen und Kunst am gefrorenen Bau. Heiße Getränke und arktistaugliche Schlafsäcke sind ebenso inklusive wie Romantik. Die wird höchstens von der Thermounterwäsche gestört, die in allen Iglus und Eishotels dringend empfohlen wird.