Ein Muss für Fans der aktuell gleich dreifach Grammy-nominierten Band Arcade Fire: Am 16. Februar werden die Musiker im Rahmen der Sektion Berlinale Shorts den Kurzfilm „Scenes from the Suburbs“ vorstellen, eine Art verlängertes Musikvideo, gedreht von „Wo die wilden Lerle wohnen“-Regisseur Spike Jonze.
Hier geht es – wie in erstaunlichen vielen Filmen der Shorts-Reihe – auch um Abschied, Jugendliche, beseelt von dem Glauben an ewige Freundschaft, lernen, dass eben doch alles endlich ist, es geht um Gewalt und die 70er Jahre in einer Vorstadt von Houston.
Keineswegs, das zeigt der immer wieder auf dieses Format zurückgreifende Filmer Jonze, ist der Kurzfilm Experimentierfeld für junge, noch unerfahrene Filmemacher. Vielmehr ist es eine Art Spezialisierung auf eine besondere Art des Erzählens, wo der Wirkung der Bilder eine noch größere Bedeutung beigemessen wird als im Langfilm. Kuratorin Maike Mia Höhne kann viel versprechen für die Programme mit den 25 Filmen aus 21 Ländern: „Science-Fiction, Thriller, Drama, Pixilation, Musikvideo, Horror, Direct Cinema. Expeimentalfilm.“ Alle konkurrieren um den Goldenen und den Silbernen Bären, die von einer Jury vergeben werden, die in diesem Jahr von der Fotografin Nan Goldin geleitet wird. Ihr eng mit ihrem persönlichen Erleben gekoppeltes, oft intimes Werk verspricht einen besonderen Blick auf die Beiträge. Und kann im übrigen noch bis zum 26. März in der Berlinischen Galerie betrachtet werden.
Am 20. Februar werden die Preisträger und der Gewinner des DAAD-Kurzfilmpreises sowie der für den europäischen Kurzfilmpreis nominierte Streifen nochmal zu sehen sein. Tickets dafür gibt es ab sofort.