Auf der Suche nach mehr Abwechslung
Fünf variantenreiche Gebiete – so groß, dass man immer neue Pisten und Hänge entdeckt.

Wilder Kaiser – Brixental
Wer fährt hin? Fahrwütige aller Könnerstufen genießen die nahezu unendlichen Pistenmöglichkeiten und guten Liftanbindungen.
Das ist besonders: Das größte zusammenhängende Skigebiet Österreichs eignet sich besonders für längere Aufenthalte und alpine Entdeckungsreisen. Besonders zu empfehlen sind die Abfahrten von der Hohen Salve.
Das gibt es noch: Routinierte Freestyler fühlen sich im Kaiser-Park und Boarder’s Playground wohl, im Wintergarten toben sich die Einsteiger aus. Après-Ski-Fans werden besonders in Brixen im Thale auf ihre Kosten kommen.
Wer bleibt lieber fern? Blutige Anfänger, die eher auf ihre Skispitzen schauen müssen als auf den Pistenplan.
Infos: 279 km Piste (124/128/27), Tagespass HS/NS: 40/36 Euro, Betrieb: 4.12. bis 3.4., skiwelt.at

Hochfügen
Wer fährt hin? Fortgeschrittene Fahrer und Profis kommen voll auf ihre Kosten. Die Vielzahl der Pisten ab mittlerem Niveau ist enorm groß. Snowboarder finden tolle Bedingungen vor.
Das ist besonders: Hochfügen fordert mit sechs schwarzen Pisten auch sportlichen Fahrern einiges ab. Interessant für Profis sind die Freeride-Area unterhalb des Marchkopfs, der Almdudler Park und die Stephan Eberharter Goldpiste.
Das gibt es noch: Hochfügen ist gastronomisch vielseitig und bezahlbar. Unser Tipp ist das Restaurant „Hochzillertal“ an der Zentralstation Hochzillertal. Im Tal lässt es sich besonders in Kaltenbach gut feiern.
Wer bleibt lieber fern? Übermütige Anfänger könnten ihr Waterloo erleben. Zwar gibt es 37 km blaue Pisten, die übrigen Strecken und die Talabfahrten werden sie allerdings an ihre Grenzen führen.
Infos: 178 km Piste (37/97/44), Tagespass: 40 Euro, Betrieb: 4.12. bis 25.4., hochfuegenski.com

Auf der nächsten Seite: Gröden, Zermatt und Les 3 Vallées


Gröden
Wer fährt hin? Gröden macht es auch Einsteigern leicht, sich über weite Strecken vorzutasten. Wer das gemütliche Fahren dem Nervenkitzel vorzieht, ist hier gut aufgehoben.
Das ist besonders: Die Sella Ronda ist mit ihren 26 Pistenkilometern über vier Dolomitenpässe ein Traum für mehrstündige Touren mit herrlichem Panorma.
Das gibt es noch: Für Italien eher unüblich kann hier auch gut gefeiert werden. Erfreulich sind dabei besonders die moderaten Preise im Tal wie auf dem Berg.
Wer bleibt lieber fern? Richtigen Wintersport-Cracks dürfte in Gröden über weite Strecken der Anspruch fehlen.
Infos: 175 km Piste (52/105/18), Tagespass HS/NS: 43/38 Euro (bis 23.12. nur 34 Euro), Betrieb: 4.12. bis 19.3., valgardena.it

Zermatt
Wer fährt hin? Zermatt bietet für jeden Anspruch auf 313 Pistenkilometern ein passendes Angebot. Vom Anfänger bis zum Profi wird hier jeder auf seine Kosten kommen.
Das ist besonders: Das Gebiet rund um das Matterhorn ist einfach wunderschön anzuschauen und bietet genug Platz für täglich neue Erkundungen. Zudem ist Zermatt der einzige Ort, an dem Heliskiing offiziell angeboten wird.
Das gibt es noch: Die Freestylefraktion wird im Gravity Park mit Rails, Kickern und Boardercross verwöhnt. Die Freeride-Möglichkeiten wie die Ski-Safari über Tausende Höhenmeter sind atemberaubend.
Wer bleibt lieber fern? Sportlich muss hier niemand Abstriche machen. Zermatt bietet alles, jedoch zu gepfefferten Preisen.
Infos: 313 km Piste (69/188/56), Tagespass: 56 Euro, Betrieb: 27.11. bis 1.5., zermatt.ch

Les 3 Vallées
Wer fährt hin? Das Gebiet ist für alle Ansprüche bestens gerüstet, macht Anfängern den Einstieg leicht und Profis den Tag schwer. Der Sport steht im Fokus.
Das ist besonders: Das größte Skigebiet der Welt mit Blick auf den Mont Blanc als größten Berg der Alpen ist enorm. Profis können sich ihre Tagesrouten im Vorfeld ausrechnen lassen, um sich nicht zu verlieren.
Das gibt es noch: Val Thorens ist als höchstgelegener Wintersportort Europas einen Besuch wert. Für Freerider und Freestyler sind das riesige Outback und die vielen Boarderparks ein Traum.
Wer bleibt lieber fern? Die französische Après-Ski-Kultur ist eher lahm. Auch wenn Les 3 Vallées noch verhältnismäßig belebt ist, kann es mit anderen Gebieten der Alpen lange nicht mithalten.
Infos: 600 km Piste (312/216/72), Tagespass HS/NS: 47/ab 30 Euro, Betrieb: 4.12. bis 25.4., les3vallees.com

Auf der nächsten Seite: Innsbruck, St.Anton und Zell am See


Heiße Partys bei kalten Temperaturen
Der Sport ist nur ein Anlass, um in den Winterurlaub zu fahren. Wir zeigen, wo auf der Piste und im Tal so richtig die Post abgeht.

Innsbruck
Wer fährt hin? Das Innsbrucker Nachtleben ist von feinster urbaner Clubkultur geprägt, bietet Partys mit tollen Acts und ständig gute Konzerte. Abstriche müssen hier auch die Verwöhntesten nicht machen.
Das ist besonders: Innsbruck hat ein florierendes Nachtleben und ein großes kulturelles Angebot. Hier gibt es tolle Bars, Pubs und Clubs. Tipp: „Friedbergs Bar“, das „360 Grad“ und der Weekender Club.
Das gibt es noch: Alle Snowboardakrobaten werden im nahe gelegenen Nitro Skyline Park in der Seegrube bestens versorgt. Rund um Innsbruck lassen sich verschiedene schöne Gebiete erkunden wie das Axamer Lizum.
Wer bleibt lieber fern? Skifahrer, die Wert auf eine enorme Pistenvielfalt legen.
Infos: Seegrube: 11 km Piste (1/9,5/0,5), Tagespass: 28 Euro, Betrieb: 26.11. bis 24.4., nordkette.com

St. Anton
Wer fährt hin? Wer Jagertee statt Kaffee zum Frühstück bevorzugt, ist hier richtig. In St. Anton kann der Après-Ski bereits vor der ersten Liftfahrt beginnen.
Das ist besonders: Partytiere werden mit Kusshand empfangen. Auf den Hütten und im Tal ist die Stimmung enorm. Nachts ist auch im Ortskern noch bis in den Morgen Halligalli. Unser Ausgehtipp: die „Anton-Bar“.
Das gibt es noch: St. Anton verfügt mit dem Arlberg über eines der besten und vielseitigsten Skigebiete der Alpen. Bei 180 Kilometer Skirouten muss man nicht nur auf den Pisten bleiben.
Wer bleibt lieber fern? Spendierfreudige treibt die Partyhochburg St. Anton schnell in den Ruin.
Infos: 280 km Piste (112/135/33), Tagespass HS/NS: 44,50/42,50 Euro, Betrieb: 26.11. bis 1.5., stantonamarlberg.com

Zell am See
Wer fährt hin? Alle, die Sport und Party klar trennen. Tagsüber konzentriert man sich aufs Fahren, nachts wird gefeiert.
Das ist besonders: Zell am See bietet viele Bars, Pubs und Discos wie die Crazy Daisy. Hier steppt bis in den Morgen der Bär. Auch im benachbarten Kaprun mit der legendären „Baumbar“ geht es immer hoch her.
Das gibt es noch: Die Schmittenhöhe ist eines der beliebtesten Gebiete der Alpen, da sich hier Familien und Profis nicht im Weg stehen. Auch Snowboarder finden an den Parks viel Gefallen.
Wer bleibt lieber fern? Knallharte Après-Ski-Veteranen gibt es auch hier, aber lange nicht so zahlreich.
Infos: 77 km Piste (25/27/25), Preise HS/NS: 42/37,50 Euro, Betrieb: 27.11. bis 25.4., schmitten.at

Auf der nächsten Seite: Ischgl, Sölden und Lech Zürs


Ischgl
Wer fährt hin? Nirgendwo wird der Après-Ski so massiv zelebriert wie in Ischgl. Wer an der Theke stärker ist als auf der Piste, der kann hier groß auftrumpfen.
Das ist besonders: Die Orte Ischgl und Samnaun sind pulsierende Partyorte wie St. Anton, weisen den Konkurrenten aber mit fortschreitender Uhrzeit immer mehr in die Schranken. Tipp: In der Schmugglerhütte in Samnaun lässt sich zollfrei einkaufen.
Das gibt es noch: Ischgl bietet für Fahrer mit Erfahrung hervorragende Bedingungen. Für weniger Geübte sind die recht anspruchsvollen Pisten eine Herausforderung – besonders wenn man lang gefeiert hat.
Wer bleibt lieber fern? Familien werden idyllischere Orte finden als diese Partyhochburg. Wer nicht auf Après-Ski steht, der ist hier eher schlecht aufgehoben.
Infos: 210 km Piste (38/127/45), Tagespass: 44,50 Euro, 26.11. bis 1.5., ischgl.com

Sölden
Wer fährt hin? Wer vor allem nach Liftschluss so richtig die Sau rauslassen möchte, findet hier Gleichgesinnte.
Das ist besonders: Die Nächte sind fast nirgendwo so lang wie in Sölden. Im Mirage gibt es Showgirls allererster Güte zu bestaunen. Sölden zieht im Vergleich viel junges Publikum an.
Das gibt es noch: Gleich drei Dreitausender können bei der Big3-Rallye überwunden werden. Sölden ist der richtige Ort für anspruchsvolle Fahrer.
Wer bleibt lieber fern? Ein Familienidyll ist Sölden nicht. Das liegt zum einen an dem relativ schwierigen Gebiet, vor allem aber an der Lautstärke des ausschweifenden Nachtlebens.
Infos: 150 km Piste (69/51/30), Tagespass HS/NS: 43,50/42,50 Euro, Betrieb: 13.11. bis 1.5., soelden.com

Hoch hinaus und mitten durchs Gelände
Die Piste ist nicht genug. Wir zeigen, wo Freestylefans die schönsten Parks und echte Freerider die tollsten Backcountry-Hänge finden.

Lech Zürs
Wer fährt hin? Wo Freestyler leuchtende Augen bekommen, fallen Freerider glatt hinten über. Lech Zürs am Arlberg bietet für beide gewaltige Möglichkeiten.
Das ist besonders: Der Lech Park verfügt über einen Multijump, Kicker, einen Step Down und einiges mehr. Die 180 Kilometer Backcountry sind aber das eigentliche Highlight und kaum schlagbar.
Das gibt es noch: Die 279 Pistenkilometer verteilen sich auf über 90 Abfahrten. Allein der legendäre Weiße Ring durch Lech Zürs, Zug und Oberlech ist 22 Kilometer lang.
Wer bleibt lieber fern? Sparfüchse sind hier fehl am Platz.
Infos: 279 km Piste (111/135/33), Tagespass HS/NS: 44,50/42,50 Euro, Betrieb: 26.11. bis 1.5., skiarlberg.at

Auf der nächsten Seite: Laax, Montafon und Kitzsteinhorn


Laax
Wer fährt hin? Seit es Snowboarder in den Alpen gibt, ist Laax das Mekka für all seine Anhänger. Kein Ort hat sich so sehr dem Brett verschrieben.
Das ist besonders: Gleich vier Parks mit Rails, Kickern, Pipes und Boxen befinden sich vor Ort. Die Superpipe auf dem Crap Sogn Gion ist ein atemberaubender Anblick. Hier sammelt sich das Boardervolk direkt am No Name Park mit Café.
Das gibt es noch: Auch Freerider sind am Vorabgletscher, am La Siala und am Cassons gut mit Hängen versorgt.
Wer bleibt lieber fern? Skifahrern empfehlen wir eher die Gebiete Flims und Falera.
Infos: 180 km Piste (63/71/46), Tagespass HS/NS: 49/42 Euro, Betrieb: 13.11. bis 1.5., laax.com

Montafon
Wer fährt hin? Hier gibt es für die Boardergemeinde Spielplätze aller Art und auch sonst einladende Pisten.
Das ist besonders: Der Novapark Silvretta Montafon mit um die 50 Kickern, vielen Rails und Boxen, diversen Jib Obstacles und vor allem einer 120 Meter langen Halfpipe sucht seinesgleichen. Seit einigen Jahren haben Filmcrews auch das malerische Outback für sich entdeckt.
Das gibt es noch: Die zwölf Kilometer lange Abfahrt vom Kreuzjochsattel durch den Seetaltunnel, dem längsten Skitunnel der Welt, führt in einem Stück bis ins Tal. Skifahrer kommen auch auf ihre Kosten.
Wer bleibt lieber fern? Es gibt kaum Gründe, das Gebiet nicht zu empfehlen. Einzig das Nachtleben könnte aufregender sein.
Infos: 152 km Piste (79/41,5/21,5), Tagespass HS/NS: 40,50/32, 50 Euro Betrieb: 18.12. bis 25.4., silvretta-montafon.at

Kitzsteinhorn
Wer fährt hin? Wer sich vom Schneefall unabhängig machen will, der kann hier das ganze Jahr über fahren. Freestyle-Einsteiger können im Easy Park behutsam an ihren Tricks feilen.
Das ist besonders: Gleich vier Parks mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad, vom Easy Park über den Central Park bis zum verspielten Rail Garden, gibt es auf dem Kitzsteinhorn. Besonders schön ist der Glacier Park mit Dutzenden Obstacles und vier unterschiedlichen Lines. Für Waghalsige gibt es eine große Superpipe.
Das gibt es noch: Die Abfahrten am Kitzsteinhorn sind in ein beeindruckendes Gelände gebettet und für alle Könnerstufen zugänglich.
Wer bleibt lieber fern? Snowboarder, die Schlepplifte hassen, werden hier vielerorts verzweifeln. Auch die Outbackmöglichkeiten sind nicht ganz so riesig.
Infos: 41 km Piste (22/16/3), Ticketpreise im Winter HS/NS: 42/37,50 Euro, Betrieb: ganzjährig, kitzsteinhorn.at

Auf der nächsten Seite: Chamonix und die besten Event-Highlights der Saison


Chamonix
Wer fährt hin? Das Skigebiet in den französischen Alpen ist extrem vielseitig, besticht aber vor allem durch traumhafte Tiefschneehänge.
Das ist besonders: Die Abfahrten mit direktem Blick auf den Mont Blanc sind ein Traum für jeden Freerider, da sie bei all ihrer Schönheit auch unglaublich anspruchsvoll und angsteinflößend sein können. Das größte Erlebnis unter ihnen ist das Vallée Blanche.
Das gibt es noch: Die drei Hänge des Argentière, des Lognan und des La Pendant sind sehr abwechslungsreich und nicht nur für Freerider eine Erfahrung wert.
Wer bleibt lieber fern? Das alte Problem: die Franzosen und ihre verschlafene Après-Ski-Kultur. Aber leider ist es so.
Infos: 152 km Piste (52/70/30), Tagespass: 50 Euro, Betrieb 4.12. bis 18.5., chamonix.com

Große Sprünge: die Event-Highlights der Saison im Überblick

Burton European Open Zum Halfpipe- und Slopestyle-Contest treffen sich 400 Fahrer aus aller Welt. 8.1. bis 15.1., Laax, opensnowboarding.com
Nitro Girls SWUP 2011 Nicola Thost lädt zum Warm-up-Camp für alle ambitionierten Snowboard-Mädels. 13.1. bis 16.1., Leogang, nitro.de/swup
Freeride World Tour Die weltweit besten Freerider (u. a. Aline Bock und Sebastian Hannemann) messen sich. 15.1. bis 22.3., diverse Orte (u. a. Chamonix, St. Moritz, Verbier), freerideworldtour.com
Billabong Air & Style Nur die waghalsigsten Boarder wie Marko Grilc wagen den Sprung von der großen Schanze. 5.2., Innsbruck, air-style.com
Jump & Freeze Von der Sprungschanze direkt in ein Wasserbecken – und das im möglicht verrückten Aufzug. 4.2., Westendorf, jumpandfreeze.com
Shred Down Austrian Masters Österreichs beste Halfpipe-Fahrer treffen sich in Innsbruck, die besten Slopestyler in Westendorf. Innsbruck: 3.3. bis 5.3., Westendorf: 11.3. bis 13.3., freerideworldtour.com
Hannibal – Freilichttheater Pistenbullys, Skifahrer und Fallschirmspringer stellen mit großem Einsatz von Lichteffekten Hannibals Überquerung der Alpen nach. 15.4., Sölden, soelden.com
Top Of The Mountain Concert Der legendäre Saisonabschluss wartet in jedem Jahr mit Topstars auf wie 2010 Alicia Keys. 30.4., Ischgl, ischgl.com