Schafft sie’s? Oder schafft sie’s nicht? Wenn am 14. Mai in der Düsseldorfer ESPRIT arena der 56. Eurovision Song Contest über die Bühne geht, könnte unsere Lena historisches schaffen. Noch nie konnte ein Gewinner seinen Titel verteidigen. Einzig Johnny Logan war für Irland zweimal erfolgreich – jedoch lagen sieben Jahre zwischen seinen beiden Siegen. Aber bei Lena scheint ja nichts unmöglich. Wer hat schließlich im vergangenen Jahr allen Ernstes an einen Sieg der 19-Jährigen geglaubt?

Nun startet Lena mit „Unser Song für Deutschland“ also ins Abendteuer Titelverteidigung. Das Prinzip der Show ist simpel. In zwei Halbfinals, die von ProSieben übertragen werden, singt Lena je sechs Songs. Je drei dieser Songs finden den Weg ins Finale. Dort wählen die Zuschauer dann, wie bereits in den Halbfinals, ihren Favoriten. Wie auch schon bei der Castingshow „Unser Star für Oslo“, aus der Lena im vergangenen Jahr als Siegerin hervorging, wird es wieder eine prominente Jury geben. Den Vorsitz hat erneut Stefan Raab. Zur Seite stehen ihm wechselnde Künstler aus Musik- und Showbiz.

Neben Lena werden auch die Komponisten der einzelnen Songs im Rampenlicht stehen und etwas genauer vorgestellt. Einer wird jedoch nicht dabei sein: Ralph Siegel. Der schickt stattdessen, kreativ wie er ist, ein Lena-Double mit dem Song „I’ll Follow the Sunshine“ für Malta ins Rennen. Das Ganze ist übrigens eine Art Resteverwertung. Denn schon 2010 sollte Lena mit dem selben Song antreten. Raab lehnte jedoch ab – zum Glück. Lena siegte mit „Satellite“. Und in diesem Jahr? Alles ist möglich. Es wird spannend.

Text: André Depcke

Ralph Siegels Schützling Domenique Azzopardi mit
„I’ll Follow the Sunshine“