Vielmehr werden hier Produktionen gezeigt, die zwar auf ein jugendliches Publikum zugeschnitten sind, ihren Charme und ihre Eindringlichkeit aber auch jedem anderen Besucher vermitteln können. Der chinesische Regiestar Zhang Yimou wird in dieser Sektion seinen neuesten Film vorstellen. Dieser spielt zur Zeit der chinesischen Kulturrevolution, die angehende Lehrerin Jing schafft es aus Sorge um ihre Zukunft nicht, sich für ihre Gefühle zu Sun zu entscheiden. Ein spannendes Projekt ist „Stadt Land Fluss“ von Benjamin Cantu. Gedreht in einem landwirtschaftlichen Betrieb, einer ehemaligen LPG, südlich von Berlin, verschwimmen hier die Grenzen von Spiel- und Dokumentarfilm. Denn mit kleinem Team und wenigen Schauspielern ist Cantu tief in das reale Mitarbeitergeflecht des Betriebs und die Mühen der Erntezeit eingedrungen. Erzählt wird die Geschichte von Azubi Marko (Lukas Steltner), ein Einzelgänger, der durch das Auftauchen von Praktikant Jacob (Kai-Michael Müller) Freiheit und Liebe kennenlernt.

Neben solchen vor allem Jugendliche ansprechenden Filmen hat die Sektion Generation ein Kinderfilmprogramm. „A Pas de Loup“ (auf leisen Pfoten) wird getragen von einem sechsjährigen Mädchen, in dessen Gedankenwelt man für 77 Minuten eintaucht. Cathy realisiert ein Gedankenspiel: Sie setzt sich von ihren Eltern ab, um allein in der Natur zu überleben. Auch im Panorama der Berlinale ist der französische Film „Tomboy“ zu sehen, in dem die junge Laure sich an ihrem neuen Wohnort als Junge etabliert.

26 Langfilme aus 30 Ländern werden in diesem Jahr präsentiert, überdies konkurrieren 32 um Teil sehr witzige Kurzfilme um den Gläsernen Bären. Vielen gemein ist, erklärt Sektionsleiterin Maryanne Redpath, dass das „Risiko des Erwachsenwerdens“ geschildert wird. Die Figuren in den Filmen lernen, dass „man Entscheidungen treffen muss“. Auch hier gilt, ähnlich wie im Forum: Die Sektion Generation ist ein besonderer Ort für Entdeckungen. Das Tolle: Die Tickets kosten nur drei Euro! kg