Die Stimme rauchig, die Lider leicht geschlossen. Dazu ein frecher Spruch, der auch mal unter die Gürtellinie geht. Christina Riccis Auftritt zum Gespräch in Beverly Hills ist perfekt inszeniert. Sie mag offensichtlich das Image vom Enfant terrible.

PRINZ: Christina, in Ihrer neuen TV-Show „Pan Am“ sporteln Sie mit Hüfthalter über den Bildschirm …
CHRISTINA RICCI: … Nun, mein Charakter ist ein bisschen ein Troublemaker und legt das Teil deshalb oftmals mit Absicht nicht an.

PRINZ: Wie fühlen sich diese Dinger denn so an?
RICCI: Sehr unbequem. Ich kann bis heute nicht nachvollziehen, dass sich Frauen einer solchen Tortur unterziehen lassen mussten. Ich bin schon happy, dass diese Tage vorbei sind.

PRINZ: Sie sind ein großer Hollywood-Star. Warum kehren Sie jetzt ins amerikanische Fernsehen zurück? Keine guten Kinoangebote mehr?
RICCI: Ich gucke schon eine ganze Weile nach einer guten TV-Rolle. Mir hat das in der Vergangenheit schon immer richtig Spaß gemacht. Ich hab‘ das Gefühl, die besten Rollen gibt es im Moment im Fernsehen. Und ich wollte ganz gern einen etwas geregelteren Arbeitstag. Und eine Show über eine Airline, das fand ich abgedreht und lustig.

PRINZ: Die Frage liegt da natürlich nahe. Fliegen Sie eigentlich noch kommerziell oder nur privat?
RICCI: Ich wünschte, ich könnte nur privat fliegen. Das kann ich mir aber leider nicht leisten (lacht).

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PRINZ: Während der Vorbereitung auf „Pan Am“, was haben Sie da über Flugbegleiter gelernt, was Sie vorher nicht wussten?
RICCI: Wir alle haben diese falschen Vorstellungen von Flugbegleitern. Es ist ein verdammt harter Job. Und in den 60erund 70er-Jahren war es für Frauen noch viel härter. Sie mussten sich Hüfthalter- und Make-up-Kontrollen unterziehen. Das war schon unglaublich. Aber dennoch konnten diese Frauen in einer Macho-Welt Freiheiten genießen, die andere nicht genießen konnten. Sie flogen durch die Weltgeschichte, da war ein gewisses Gefühl von Aufregung und Entdeckung dabei.

PRINZ: Sie sollen vor einiger Zeit mal auf einem Set von einem Affen angegriffen worden sein, stimmt das?
RICCI: Ja, das stimmt. Ich saß an einem Tisch, ein Schimpanse direkt neben mir. Plötzlich greift der nach meinem Busen und lässt nicht mehr los. Zwei Kollegen saßen neben mir und haben davon zuerst gar nichts mitbekommen.

PRINZ: Auweia, das muss wehgetan haben?
RICCI: Ja, hat es auch! Aber weil ich den Affen nicht weiter unnötig aufregen wollte, habe ich halt nur ganz leise „Hilfe“ gepiepst, bis endlich einer der Tier-Dompteure gemerkt hat, dass was nicht stimmt.

PRINZ: Es gibt dieses Gerücht, dass Sie in Ihrem Auto immer einen zweiten Kleiderschrank haben, stimmt das?

RICCI: Ja, das stimmt (lacht). Ich mag diese ganze Autokultur. Ich hatte mal einen Porsche, jetzt fahre ich einen dicken SUV. Das ist mein zweites Zuhause. Da habe ich Extra-Jacken, Extra-Unterwäsche, ein Kleid, Schuhe, all sowas im Kofferraum.