EIMSBÜTTEL
Ø Kaltmiete* 11,59 Euro pro Quadratmeter
Das bodenständige Viertel hat sich zu einem der angesagtesten Pflaster für junge Großstadtfamilien entwickelt. Ok, hübsch ist die Osterstraße mit ihrem 80er-Jahre-Charme nicht. Dafür gibt’s hier einen der bestsortierten Supermärkte ganz Hamburgs und von Blumenladen bis Galão alles, was der moderne Städter zum Leben braucht. Dazu: viele große Altbauwohnungen, gemütliche Nachbarschaftscafés und grüne Oasen (Weiher/Isebekkanal). Junge, gut verdienende Familien werden magnetisch angezogen, sorgen aber auch für saftige Mietsprünge. Paare und Singles fühlen sich wohl, weil es zur Schanze ein Katzensprung ist und die Verkehrsanbindungen so gut, dass man kein Auto braucht.

OTTENSEN
Ø Kaltmiete 12,68 Euro pro Quadratmeter
Türkenshops und Designwerkstätten, Nachbarschaftsgrieche und Edelrestaurant existieren hier friedlich nebeneinander. Bisher trotzt Ottensen erfolgreich der flächendeckenden Übernahme durch Kettenläden, Coffeeshops und allzu hippe Bewohner. Weitere Pluspunkte: die wohl höchste Cafédichte der Stadt, Biertrinken auf dem Altonaer Balkon, der Fischers Park auf dem Weg zur Elbe. Mit seinen verwinkelten kleinen Straßen wirkt Ottensen dabei trotzdem wie ein Dorf. Alles Gründe, warum so viele hierhin wollen. Allein im letzten Jahr sind die Mieten um 20 Prozent und mehr gestiegen. Neben Studenten und Kreativen zieht es auch besser verdienende Familien wegen der vielen Kindergärten und Schulen in den Stadtteil.

ST. PAULI
Ø Kaltmiete 11,35 Euro pro Quadratmeter
Nachbarschaftsflair, pralles Nachtleben und der Hafen vor der Tür: Das echte Hamburggefühl gibt’s immer noch auf St. Pauli. Traditionell wohnen hier Arbeiter- und Einwandererfamilien, Künstler und Studenten. Doch der Wandel des In-Viertels geht schnell voran. Die Mieten in den begehrten Lagen, zum Beispiel rund um den Neuen Pferdemarkt sowie zwischen Kiez und Hafen, liegen zum Teil auf Eppendorfer Niveau. An der Reeperbahn entstehen Bürokomplexe, das Designhotel „Riverside“ ist ein weiteres Beispiel für die geplante Aufwertung des Stadtteils. Die Bewohner aber lieben St. Pauli gerade wegen der schrammeligen Kneipen, den verschiedenen Nationalitäten, den vielen kleinen Läden und dem Park Fiction mit Elbblick.

ST. GEORG
Ø Kaltmiete 12,42 Euro pro Quadratmeter
Das Boomviertel hinterm Hauptbahnhof bietet Top-Restaurants, Designermode, Bioläden und angesagte Cafés. Nicht zuletzt durch die Gay Community hat sich die Lange Reihe zur Flaniermeile entwickelt. Rundherum eröffnen ständig neue Shops und Lokale, werden Neubauten hochgezogen und Gründerzeitbauten saniert. Dazu die Alsternähe – fertig ist das In-Viertel. Doch es gibt sie noch, die ursprünglicheren Ecken: Richtung Steindamm prägen türkische, persische und afghanische Cafés und Läden das Bild. Der Hansaplatz, Ex-Schmuddeltreff für Dealer und Prostituierte, wurde frisch saniert, das Rotlichtmilieu existiert in den Seitenstraßen aber weiter.

EPPENDORF
Ø Kaltmiete 12,22 Euro pro Quadratmeter
Imposante Altbauten in ruhigen Straßen, dazu zahllose Shops: Eppendorf ist eine der begehrtesten Wohnlagen überhaupt. Ja, es ist auch das Viertel der Porschefahrer und der topgestylten Mütter mit Nachwuchs im Gucci-Strampler. Aber das ist lange nicht alles: Überall gedeihen kleine originelle Läden und bezaubernde Cafés, etwa in der Hegestraße. Hier trifft Hamburger Modedesign auf hausgebackenen Kuchen und original britische Lebensmittel. Und: Eppendorf ist grün. Gleich vier Parks bietet der Stadtteil. Dieser Mix macht ihn so unwiderstehlich für Familien und junge Paare. Das Mietniveau ist hoch, aber es gibt auch preiswertere Gegenden wie die Tarpenbekstraße und rund ums UKE.