WILHELMSBURG UND VEDDEL
Ø Kaltmiete* Wilhelmsburg: 6,88 Euro pro Quadratmeter, Veddel: 7,10 Euro pro Quadratmeter
Die Heimat des Dockville-Festivals, der Internationalen Bauausstellung und vieler Studenten liegt nah an der City. Die S-Bahn zum Hauptbahnhof braucht acht Minuten. Herzstück ist das Reiherstiegviertel: Hier locken renovierte Gründerzeitbauten, kleine Einzelhändler, Imbisse, eine Handvoll neue Cafés und Bars sowie günstige Mieten. Zwei Drittel der Wohnungen in Wilhelmsburg gehören Genossenschaften und der SAGA GWG. Etwas gediegener wohnt es sich in den Rotklinkerbauten auf der angrenzenden Veddel. Die multikulturell bevölkerten Stadtteile sind weit davon entfernt, die neue Schanze zu werden. Aber es wird viel investiert: 100 Millionen Euro fließen in Konzepte und Bauprojekte, unter anderem in einen 100 Hektar großen Park.

BARMBEK-NORD
Ø Kaltmiete 9,56 Euro pro Quadratmeter
Der Stadtteil verzeichnet einen der höchsten Mietpreisanstiege der Stadt. Trotzdem kann man vor allem im Norden noch erschwinglich leben. Rote Backsteingebäude mit überwiegend kleinen Wohnungen prägen das ehemalige Arbeiterviertel. Das macht Barmbek zur Singlehochburg. Mehr als 70 Prozent sind Einpersonenhaushalte. Pluspunkte: Die Innenstadt ist nah (zwölf Minuten vom Bahnhof Barmbek), der Stadtpark auch, und es gibt, vor allem rund um die Einkaufsmeile Fuhlsbütteler Straße, immer mehr Restaurants. Auch für Familien wird Wohnraum geschaffen, durch die Zusammenlegung kleiner Wohnungen und – für Besserverdienende – zum Beispiel in der Neubauanlage Quartier 21 auf dem Gelände des alten Krankenhauses.

BAHRENFELD
Ø Kaltmiete 10,19 Euro pro Quadratmeter
Der riesige Volkspark ist die grüne Lunge Bahrenfelds mit jeder Menge Wiesen, Spielplätzen, Waldwegen und sogar einem Golfplatz. Kein Wunder, dass auch Familien den eher ruhigen Stadtteil mögen. Wer Trubel sucht, ist in wenigen Minuten Fahrzeit in Ottensen. Wobei sich Bahrenfeld selbst spürbar mausert. Alte Industrieanlagen wurden aufwendig saniert. Bekannte Beispiele sind der Otto-von-Bahrenpark mit Designhotels, Fitnessstudio und Restaurants auf dem Gelände des alten Gaswerks oder der Phoenixhof im Südosten. Durch die geplanten Lärmschutzdeckel über der A 7, die den Stadtteil durchschneidet, ist der Bau neuer Wohnanlagen möglich. Auf den Überdachungen sollen weitere Grünflächen entstehen.

HAMM-NORD
Ø Kaltmiete 8,60 Euro pro Quadratmeter
Hamm wird oft zu Unrecht als farbloser Durchgangsbereich geschmäht. Dabei gibt es gerade in Hamm-Nord einige lauschige Wohnecken, etwa nördlich der U-Bahn Rauhes Haus. Die City ist mit U- und S-Bahn schnell erreicht, die Wohnungen in den mehrgeschossigen Backsteinbauten sind groß und bezahlbar. Immer mehr Studenten und junge Familien entdecken nicht nur den schönen Hammer Park für sich. Einige Cafés und Läden befinden sich rund um die S-Bahn Hasselbrook, ansonsten geht’s eher beschaulich und nachbarschaftlich zu. Eine ungeahnte Feinschmecker-Perle ist das „Genno’s“ im Hammer Steindamm 123.

HARBURG
Ø Kaltmiete 7,68 Euro pro Quadratmeter
Mikrokosmos mit Zukunftspotenzial: Harburg bietet Kleinstadt-Atmosphäre, innovative Bauprojekte und kämpft erfolgreich gegen sein Image als blasser Industriestandort an. Es gibt die grauen, schmuddeligen Wohnstraßen, aber auch schöne Altbauten, alte Fachwerkhäuser im Stadtkern und mit dem Bürokomplex Channel Hamburg eine eigene kleine Hafencity. Die Innenstadt samt Fußgängerzone wird saniert, und auf der Schlossinsel entsteht ein neuer Landschaftspark. Der Stadtteil hat seinen eigenen Beach Club im Binnenhafen, die hochkarätige Kunstsammlung Falckenberg in den Phoenixhallen und einen guten Jazzclub im Stellwerk. Harburg kommt!