Gut ausgerüstet
Gemessen an ihrem relativ niedrigen Preis, bringt die neue Bridge-Kamera von Olympus eine ganze Menge stattlicher Features mit. Der optische Zoom vergrößert um Faktor 18, außerdem kommt sie mit sogenannten Eye-Fi-Speicherkarten zurecht, die Bilder drahtlos an den PC senden können. Auch ein 3-D-Modus ist vorhanden. Mangels eines zweiten Objektivs, das für echte 3-D-Aufnahmen notwendig wäre, bedient sich die Kamera allerdings technischer Kniffe, um dreidimensionale Fotos und Videos zu erstellen. Die Ergebnisse zweilinsiger Kameras erreicht sie so nicht.
Olympus SZ-10, ca. 250 Euro, olympus.de


Die Tiefe im Flachen
Auch auf Tablet-Computern hält die 3-D-Technik nun Einzug – wobei LG gleich in die Vollen geht und dem G-Slate zwei 5-Megapixel-Kameras für echte dreidimensionale Bilder spendiert. Zudem wird das Gerät vom Start weg mit dem neuen, speziell für Tablets entwickelten System Android 3.0 ausgeliefert. Ein wenig gedulden muss sich der deutsche Markt jedoch noch: Das Tablet ist gerade in den USA erschienen, der Termin für den Verkaufsstart bei uns noch unbekannt.
LG G-Slate, Preis noch unbekannt, lg.com/de


Trickreich gespart
Sonys Einsteigerkamera für Freunde der dritten Dimension bedient sich eines Tricks, um 3-D-Aufnahmen zu erstellen. Beim Fotografieren muss das Gerät vor dem Motiv geschwenkt werden. Die Digicam fotografiert dabei laufend, die interne Software errechnet aus den Aufnahmen ein dreidimensionales Bild. So spart sich Sony die zweite Linse für den 3-D-Effekt. Die Technik führt allerdings je nach Situation zu unterschiedlich guten Ergebnissen: Vor allem Motive, die sich während des Schwenkens bewegen, werfen unschöne Schatten. Betrachtet werden können die Bilder auf 3-D-Fernsehern mithilfe einer Shutter-Brille.
Sony DSC-TX9, um 350 Euro, sony.de

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Mobiles Superkino
Mittlerweile kann man sogar im ICE eine Shutter-Brille tragen und hat für die Erscheinung, die man damit abgibt, gleich eine gute Erklärung: Von Toshiba gibt es ein Notebook, das auch 3-D-Filme von Blu-Ray abspielen kann. Der 16-Zoll-Schirm ist für den mobilen Kinogenuss sicher groß genug. Günstig ist der Spaß nicht gerade: Um die dreidimensionalen Filme auch ruckelfrei und damit genießbar abspielen zu können, bekam der Laptop einen sehr kräftigen Prozessor und eine ebensolche Grafikkarte verpasst. Das schlägt sich nun einmal auf den Preis nieder.
Toshiba Satellite A665, um 1300 Euro, toshiba.de


Günstig mit Grenzen
Erstaunlich günstig ist die neue Kompaktkamera für Einsteiger von Olympus – vor allem, wenn man bedenkt, dass sie mit einem optischen Zwölffach-Zoom ausgestattet ist. Ihre 3-D-Fähigkeit, die auf der Frontseite angepriesen wird, hält sich mangels eines zweiten Objektivs aber in Grenzen: Die Software kann aus zwei leicht versetzten Aufnahmen ein 3-D-Bild errechnen. Beim Fotografieren muss man aber sehr genau arbeiten, um akzeptable Ergebnisse zu bekommen. Ohne Stativ dürfte das kaum zu bewerkstelligen sein.
Olympus VR-330, um 170 Euro, olympus.de


Schau mir in die Augen
Was aussieht wie ein sehr freundliches, wenn auch etwas tapsiges Alien ist eine Webcam mit zwei Objektiven für Chats oder Videos in 3-D. Zum Betrachten ihrer Werke ist allerdings eine türkis-rote Folienbrille nötig, von denen dem Gerät gleich ein Fünferpack beiliegt. Die Darstellungsqualität hält bei Weitem nicht mit der anderer 3-D-Verfahren mit, ein nettes Gimmick ist die Webcam aber allemal. Sie kann auf Tische gestellt oder direkt auf den Monitor eines Laptops geklemmt werden.
Minoru 3D, ca. 55 Euro, minoru3d.com

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Keine Kompromisse
Keine Zugeständnisse an Sparfüchse geht Sony bei seinem neuen 3-D-Camcorder ein: Zwei Objektive filmen in voller HD-Auflösung, was ausgezeichnete Ergebnisse verspricht. Das autostereoskope Display erlaubt das dreidimensionale Betrachten der Aufnahmen ohne Spezialbrille. Auch die übrige Ausstattung des Camcorders kann sich sehen lassen: Die Objektive verfügen über einen optischen Zehnfach-Zoom, Aufnahmen werden auf 64 Gigabyte internem Speicher festgehalten. Günstig ist dieses Gerät zwar nicht, sein Geld wert hingegen allemal.
Sony HDR-TD10, ab April, um 1600 Euro, sony.de


Smart und tiefgründig
Auch Smartphones werden bereits von der 3-D-Welle erfasst: Aus dem Hause LG kommt mit dem Optimus 3D das erste Gerät mit zwei Objektiven für dreidimensionale Fotos (5 Megapixel) und Filme in HD-Qualität. Auch das 4,3-Zoll-Display kann 3-D-Inhalte darstellen, ohne dass der Betrachter dazu eine Shutter-Brille tragen muss. Das Smartphone läuft mit dem weitverbreiteten Betriebssystem Android 2.2, ein Update auf die neueste Version 2.3 ist angekündigt.
LG Optimus 3D, voraussichtlich ab April, um 600 Euro, lg.com/de


Nett auf dem Nachttisch
Fotos und Filme können nun nicht mehr nur auf teuren Fernsehern in 3-D wiedergegeben werden, sondern auch auf dem digitalen Bilderrahmen. Dank des autostereoskopischen Verfahrens ist hierfür keine Shutter-Brille nötig. Allerdings ist Vorsicht geboten: Der Rahmen gibt nur Medien wieder, die im sogenannten Side-by-Side-Verfahren vorliegen. Nicht alle Kameras verwenden diese 3-D-Technik. Die Bildschirmdiagonale beträgt acht Zoll, die Auflösung 800 mal 600 Pixel.
Aiptek P8, um 180 Euro, aiptek.eu