PRINZ: Doktor Kawashima, was hat Sie bewogen, vom Gehirnjogging zum Bodybuilding zu wechseln?
Dr. Kawashima: Ich war es leid, dass in meinen Gehirnjogging-Spielen immer nur mein Kopf gezeigt wurde. In meinem neusten Spiel, das man übrigens allein mit Bewegungen seines Körpers steuert, sieht man mich endlich in voller Pracht. Und da lag auch das Problem: Auf Breitbildfernsehern wirke ich moppelig. Also musste ich handeln. Mit Hanteln.

PRINZ: Fitness in Ehren, aber mussten es gleich Schwarzenegger-Ausmaße sein?
Dr. Kawashima: Das ist wie eine Sucht. Erst schwillt der Bizeps, dann findet man Gefallen daran, die Brustmuskeln im Takt eines Shakira-Songs tanzen zu lassen. Man will einfach immer mehr, mehr, mehr.

PRINZ: Ihre Verwandlung verlief verdächtig rasant. Ohne Hilfsmittel geht das natürlich nicht.
Dr. Kawashima: Als Gehirnforscher habe ich gute Kontakte und fand schnell einen Chemiker, mit dem ich das Kawashima-Kraftfutter entwickelte: Energie-Drinks, Protein-Konzentrate, Eiweißpulver. Demnächst bieten wir auch Gehirnschmalz in Dosen an.

PRINZ: Werden Sie so noch Aufträge als Wissenschafts-Testimonial bekommen?
Dr. Kawashima: Das kümmert mich wenig. Ich habe bereits Angebote für „Dr. Kawashimas Muckibude“ und eine Rolle im nächsten Stallone-Film. Und wie sang schon die Erste Allgemeine Verunsicherung: „An der Copacabana und am Wörthersee, starke Männer sind nie passé.“