Gehört an die Wand gestellt
Wertig und ziemlich schick sieht der Docking-Lautsprecher von Philips aus, was vor allem an den geschwungenen Formen und der Rückseite aus dunklem Holz liegt. Optisch viel her macht das Gerät, wenn man ein iPad auf das Dock stellt. Klanglich fühlt das Bassreflexsystem sich dann besonders wohl, wenn es mit der Rückseite vor einer Wand steht: Im offenen Raum sind die Bässe etwas schwachbrüstig, was sich aber bei richtiger Platzierung geradezu dramatisch verbessert.
Philips Fidelio Primo, um 630 Euro


Kraftzwerg
Man erwartet keine Wunder von einem Gerät, das nur ein gutes Viertel von dem kostet, was für andere Konkurrenten im Testfeld fällig wird – und wird dann doch positiv überrascht: JBLs neue Dockingstation nimmt nicht nur iPods und iPhones, sondern auch das iPad auf und schlägt sich klanglich wacker. Freilich sind die Bässe nicht ganz auf der Höhe, aber mittlere Frequenzen und damit Stimmen klingen klar und voluminös. Einen Garten wird man mit der OnBeat kaum beschallen können, für den etwas größeren Balkon reicht es dagegen allemal.
JBL OnBeat, um 160 Euro

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Graue Eminenz
Die Sounddocks von Bose gehören schon seit dem ersten iPod-Modell zu den geradezu unantastbaren Koryphäen unter den Dock-Lautsprechern. Das Design des aktuellen Topmodells wirkt im Vergleich mit anderen Geräten mittlerweile leicht altbacken. Klanglich allerdings setzt sich das Sounddock 10 wieder einmal an die Spitze seiner Preisklasse: Die Box klingt ausgewogen und schön transparent. Bässe sind sauber und trocken, die Höhen präsent, aber niemals aufdringlich, der Klang insgesamt luftig.
Bose Sounddock 10, um 600 Euro


Edel und Starck
Philippe Starck gehört zu den bekanntesten Designern der Welt und entwirft von der Computermaus bis zur Motoryacht alles, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Der Mann ist also wichtig, was man auch beim französischen Hersteller Parrot erkannte und ihn Boxen designen ließ. Die empfangen Musik über das integrierte iPod-Dock, Kabel, Bluetooth oder WLAN – und füllen auch große Räume mit einem herrlich voluminösen, gut abgemischten Klang. Der Preis der Design-Säulen indes ist etwas happig.
Zikmu Parrot by Starck, um 1300 Euro

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Rock im Park
Nicht nur Balkon, Terrasse oder Garten sind taugliche Reviere für den ziemlich passend benannten Blockrocker, sondern gleich der ganze Park: Die Box verfügt über zwei Rollen und einen Teleskopgriff, an dem man sie wie einen Trolley hinter sich herziehen kann. Auch ein Akku ist verbaut, und der hält selbst bei lauter Partybeschallung locker zwölf Stunden durch. Der Klang des Boliden ist in Ordnung, ohne tosenden Applaus zu verdienen: Höhen klingen leicht muffig, Bässe dagegen wummern munter drauflos, was sicher auch der Bodennähe des Lautsprechers geschuldet ist. Mehr kann für den niedrigen Preis aber auch niemand erwarten. Als Dreingabe weist der Blockrocker auch noch zwei Eingänge für Mikrofone oder Instrumente auf. Damit lässt sich das Gerät zur Karaokemaschine oder zum Gitarrenverstärker umfunktionieren, ein Mikrofon gehört praktischerweise gleich zum Lieferumfang. Ab Sommer ist übrigens auch eine Variante für das iPad erhältlich.
Ion Audio Blockrocker, um 200 Euro


Ein Monster für Gangster
Dr. Dre, der Musiker, und Jimmy Iovine, der Musikproduzent, haben sich auf die Fahne geschrieben, Geräte zu produzieren, die Musik so klingen lassen, wie es sich die Musiker vorgestellt haben. Das ist ein ehrbares Ziel. Die Musiker, die sie beim Entwickeln der Beatbox im Sinn hatten, waren wahrscheinlich Gangsta-Rapper: Die Box tönt so präsent, dass es fast schon aggressiv wirkt. Vordergründig klingt das erst einmal beeindruckend, auf die Dauer wird es aber anstrengend. Stellt man das Gerät in eine Ecke, packt der eh schon knackige Bass noch eine Schippe drauf.
Monster Beats by Dr. Dre Beatbox, um 400 Euro

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Runde Sache
Lautsprecher von JBL beschallen etwa jede zweite Kneipe zwischen Krakau und Bordeaux. Das liegt daran, dass die Firma es versteht, auch kleinen Gehäusen einen beeindruckend kräftigen Sound zu entlocken. Der Viertelkreis-Lautsprecher Control Now lässt sich in Ecken platzieren, zu halben oder auch ganzen Kreisen kombinieren und versorgt so selbst große Dachterrassen mit unaufdringlichem, gut ausbalanciertem Klang. Praktisch ist dabei, dass die AW-Variante der Control One wetterfest ist und daher draußen bleiben kann. Allerdings wird eine Verkabelung fällig, eine Funklösung bietet JBL nur gegen Aufpreis an.
JBL Control Now AW, um 200 Euro/Stück


Teurer ist besser
Es gibt böse Zungen, die behaupten, beim Erwerb von Produkten der dänischen Designschmiede Bang & Olufsen würde man vor allem deren Namen bezahlen. Mögen diese Zungen sich verknoten. Das elegante Soundsystem BeoSound 8 ist zwar eines der teuersten, aber auch das klanglich mit Abstand beste Gerät seiner Art im Test. Der Sound ist luftig, ausgewogen und angenehm, die Bässe kommen kräftig, aber immer blitzsauber. Das USB-Dock nimmt auch einen iPad auf, was klasse aussieht. Kurz: Die BeoSound 8 ist alles andere als günstig, aber jeden Cent wert. Ein Traum.
Bang & Olufsen BeoSound 8, um 990 Euro