Gerade wenn man denkt, man hätte sie zu fassen bekommen, schlagen Retro Stefson einen Haken. Vom Afrobeat, der stark an Vampire Weekend erinnert, brechen sie aus zu Electropop à la Hot Chip, verwischen ihre Spuren mit E-Gitarren – mal wie Santana, mal wie Metallica -, tauchen ab im Samba, wieder auf im Indiepop und lassen das Italo-House-Piano im Technobeat verschwinden. Und als wäre das nicht schon genug Verwirrung, wird dazu auf Englisch, Portugiesisch, Französisch und Isländisch gesungen. Musik wie ein Backpacker-Urlaub rund um die Welt. Auf eines jedoch lässt sich „Kimbabwe“, das zweite Album der jungen Isländer, festnageln: pure Lebenslust.