Die Nachfrage regelt das Angebot, und ergiebige Quellen und professionelle Organisation steigern den Gewinn: Grundpfeiler der freien Marktwirtschaft, auf denen auch die Freunde William Burke (Simon Pegg) und William Hare (Andy Serkis) ihr lukratives Geschäft aufbauen. Allerdings handeln die zwei irischen Schlitzohren nicht etwa mit Aktien oder Designerjeans – im Edinburgh des Jahres 1828 beschaffen sie Leichen und verkaufen diese zu Forschungszwecken an Mediziner. Eine herrlich schwarzhumorige Sauerei, die Regisseur John Landis da 30 Jahre nach seinem Evergreen „Blues Brothers“ anzettelte. Er pflanzte den britischen Star-Komiker Simon Pegg („Paul – Ein Alien auf der Flucht“) und Andy „Gollum“ Serkis in eine opulente Gothic-City mit Zylinder-Herren und waberndem Nebel, Huren und Maden zerfressenen Kadavern. Burke hat eine teure Geliebte, also braucht er Geld, und der Wettstreit der Doktoren um medizinischen Fortschritt fordert bald mehr Leichen, als die Todesfälle hergeben. Also erhöhen die zwei Williams mit Messer, Schaufel und modernem Geschäftssinn das Angebot. Das ist bizarr, komisch – und manchmal auch ein kleines bisschen eklig.