Pseudonym „Unaussprechlich“ fand er seinen Vornamen Joaquin. Deshalb nannte er sich mit vier Jahren Leaf (Blatt), inspiriert von den naturverbundenen Namen seiner älteren Geschwister River und Rain. Erst für den Thriller „To Die For“ kehrte er 1995 zu Joaquin zurück.

Verwandtschaft Eine Eulenspiegelei wie die Pseudo-Doku „I’m Still Here“ braucht zuverlässige Komplizen wie Regisseur Casey Affleck. Der ist mit Phoenix‘ Schwester Summer verheiratet, was Phoenix zum Schwager von Ben Af fleck machte. Casey, Summer und Joaquin leben in Manhattan unter einem Dach, aber in verschiedenen Apartments.

Liebe Hollywoodstar und Serial-Lover? Phoenix nicht: Seine einzige längere Beziehung hieß Liv Tyler. „Momentan bin ich mit mir zusammen – das kommt davon, wenn man egozentrisch ist und an einer Persönlichkeitsstörung leidet.“

Method-Acting Seinen Rollen verschreibt sich Phoenix mit Haut und Haaren – siehe „I’m Still Here“. Eine Selbstaufgabe, die beim Dreh von Ridley Scotts „Gladiator“ dazu führte, dass er in der Szene, in der er als Kaiser Commodus seinen Vater ermordet, in Ohnmacht fiel.

Spielpause Obwohl er als Kind und Teenager gut im TV und Filmgeschäft war, warf Phoenix 1993 nach dem Drogentod seines berühmteren Bruders River („Stand By Me“) schon einmal alles hin: Die Brutalität, mit der sich die Medien auf ihn stürzten, weil er dabei war, als River auf der Straße vor dem Club „Viper Room“ starb, widerte ihn an.

Auszeichnungen Für Kate Winslet ist er der „beste Schauspieler seiner Generation“. Trotzdem gewann Phoenix erst einen bedeutenden Preis: den Golden Globe 2006 für seine Rolle als Country-Sänger Johnny Cash in „Walk The Line“.

9/11 Phoenix‘ Militärsatire „Army Go Home!“ hatte am 9. September 2001 beim Filmfestival in Toronto Premiere – zwei Tage später steuerten Al-Quaida-Terroristen zwei Passagiermaschinen in die Türme des World Trade Center. Im aufkommenden Mega-Patriotismus fand der böse Antikriegsfilm keinen Verleih. Erst zwei Jahre später kam er in die US-Kinos und spielte bei 15 Millionen Dollar Produktionskosten nur 350 000 Dollar ein – Phoenix‘ größter Flop.