Die Nachfrage nach Immobilien im gehobenen Preissegment ist in einer wirtschaftlich prosperierenden Stadt wie Düsseldorf ungebrochen: Aber nicht nur das „Notting Hill von Düsseldorf“ in Flingern oder das gerade fertiggestellte Wohnensemble „Quartier Central“ am Pempelforter Güterbahnhof bleiben für Normalverdiener unerschwinglich. Selbst in gewachsenen Szenevierteln wie Pempelfort und Friedrichstadt sind die Mietkosten für Wohnungen in den letzten Jahren stetig gestiegen. Gerade für junge Familien, Studenten oder Normal- und Geringverdiener wird es immer schwieriger, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Der Wohnungsmarkt in Düsseldorf entwickelt sich so dramatisch, da die Stadt stärker und schneller wächst als andere Metropolen. Die „Rheinische Post“ prognostiziert, dass bis zum Jahr 2020 16 000 Wohnungen fehlen werden. Dem gegenüber steht der Trend, in Düsseldorf immer exklusiver und teurer zu bauen, vor allem auch Büros und Gewerberäume. Der Wohnraum wird knapper, der Grund, warum auch die Mieten bestehender Immobilien stetig steigen. Besonders für kleine Singlewohnungen werden Mieter ordentlich zur Kasse gebeten. Laut des Portals „immowelt.de“ lag der Preis für Immobilien bis zu 40 Quadratmeter im August im Schnitt bei stolzen 11,16 Euro pro Quadratmeter. Besser sieht es da schon für etwas größere Wohnungen mit einer Größe von 40 bis 80 Quadratmeter aus, die durchschnittlich mit einem Mietpreis von 8,57 Euro pro Quadratmeter das Konto belasten. Die Kosten für Neubauwohnungen sind gegenüber 2009 um 18 Prozent, für Altbauwohnungen immerhin um zehn Prozent auf durchschnittlich 11 Euro pro Quadratmeter gestiegen, wie dem Preisspiegel des Rings deutscher Makler (RDM) zu entnehmen ist. Der Durchschnittspreis für Düsseldorf liegt bei 8,80 Euro pro Quadratmeter, womit es sich auf Platz 5 der teuersten Städte Deutschlands katapultiert. Das Nobelviertel Oberkassel bringt es sogar auf einen Durchschnitt von 12,10 Euro pro Quadratmeter. Um eine bezahlbare Wohnung besonders in innerstädtischen Vierteln wie Flingern oder Friedrichstadt zu bekommen, müssen Mieter nicht selten seitenlange Bögen ausfüllen und umfassende Verdienstbescheinigungen abliefern. Wer nicht mit einem festen Job oder gefülltem Bankkonto aufwarten kann, muss daher kreativ werden, um die bezahlbare Traumwohnung zu ergattern. Manchmal lohnt ein Blick auf die etwas weiter vom Zentrum gelegenen Viertel wie Eller oder Lierenfeld, die mit guter Verkehrsanbindung, Naturnähe und mit noch bezahlbaren Mieten punkten. Auch der Gang zu einer Genossenschaft, bei der Wohnungen in allen Preisklassen und Stadtteilen über eine Hausverwaltung vermittelt werden, ist eine gute und vor allem kostenlose Alternative. Es lohnt sich, bei der Wohnungssuche geduldig zu bleiben, sich in alle Richtungen zu informieren und, auch was die bevorzugte Lage angeht, flexibel zu bleiben. PRINZ gibt die wichtigsten Tipps für die Wohnungssuche, fasst zusammen, was man dabei beachten sollte und macht den aktuellen Stadtteil-Check.