Welcher ist der beste Platz im Flieger? Und: Wie kriege ich ihn? Wer schon einmal morgens um sechs Uhr mit einem Billigflieger nach Palma geflogen ist, auf einem schmalen, engen Mittelsitz eingezwängt zwischen zwei dicken Tanten, fragt sich das den gesamten Flug! Längst hat sich aus der simplen Frage „Wer wo?“ eine Wissenschaft entwickelt. Mit zahllosen Ratgeber-Büchern und -Artikeln, Diskussionsforen und 932 000 einschlägigen Webseiten. Einen „Sitzexperten“ gibt es natürlich auch (seatexpert.com), genauso wie einen „Sitzguru“ (seatguru.com) …

Wichtig ist: Es gibt – „Expertentipps“ hin oder her – keine „besten Plätze“, also 23 A oder 32 F. Denn: Je nach Typ, Ausstattung, Airline und Anbieter hat jede Maschine andere Sitzabstände, Sitzbreiten, Neigewinkel der Rückenlehnen. Allgemein gilt:

1. Je billiger der Flieger, desto enger der Sitzabstand und desto bescheidener der Komfort.

2. Dass man aus verschiedenen Gründen (Turbulenzenanfälligkeit, Dauer des Ein- und Aussteigens) vorn besser als hinten sitzt, und dass die Sitze ganz vorn, hinter den Trennwänden zur Businessclass, geräumiger (und daher schwer zu bekommen) sind.

3. Die Sitze an den Notausgängen bieten in der Regel mehr Beinfreiheit. Bliebe ein Wort über die „sichersten“ Sitze zu sagen. Unfallstatistiken darüber füllen Bände, Foren für Flugängstliche zahllose, aber wirklich zahllose Internetseiten. In der Praxis gilt immer noch die alte Vielfliegerweisheit: Wer vorn sitzt, ist früher tot!