Auf seinem dritten Album „The Awakening“ treibt einem James Morrison glatt Tränen in die Augen. Wenn er den gebeutelten Sohn raushängen lässt, flankieren Streicher seinen kratzenden, souligen Gesang. Dass er es mit seinem alkoholkranken Vater bis zu dessen Tod keineswegs leicht hatte, beweisen Songs wie „The Person I Should Have Been“. Doch nicht nur textlich ist der Brite deutlich mutiger als früher. Musikalisch spielt er mit Motown-, Folk- oder Country-Einflüssen. Für „Up“ holt er sich Hilfe bei Popsängerin Jessie J, mit „Slave To The Music“ wagt er sich in völlig neue Dancefloor- Gefilde. So landet Morrison fast durchgängig Volltreffer.