Tausend Zeichen habe es gegeben, sagt Rosenstolz-Sängerin AnNa R. (41) heute. Doch damals wollten sie und Komponist Peter Plate (44) diese Zeichen nicht erkennen. „Wir waren chronisch müde und erschöpft, Entscheidungen fielen uns schwer. Wir haben nur noch funktioniert.“ Zu lange: Im Februar 2009 bricht Plate auf der Bühne zusammen. Am Tag darauf kann er nicht mehr aufhören zu weinen. Auf dem bisherigen Höhepunkt ihrer Karriere lautet die Diagnose: Burn-out-Syndrom! Aber Rosenstolz haben sich zurückgekämpft, Aufhören stand nicht zur Diskussion. „Unser halbes Leben haben wir mit dieser Band verbracht. Das wirft man nicht weg“, sagt die Sängerin. „Man lässt sich ein bisschen Zeit und überlegt, wie und wann es weitergehen kann.“ Diese Zeit haben sie auf ihrem neuen Album verarbeitet. Die Liedtitel sprechen Bände: „Wir sind am Leben“, „E.n.e.r.g.i.e.“, „Überdosis Glück“. Positiv, nach vorn blickend, lebens bejahend. AnNa R. nennt es ihr „Arschtritt- Album“. Ein Kick zurück ins Leben! Ein packendes Plädoyer, nur auf sein Herz zu hören.