ALTSTADT
Ø Kaltmiete* 10,40 Euro pro Quadratmeter
Die längste Theke der Welt steht bekanntlich in der Düsseldorfer Altstadt und zieht jedes Wochenende Touristen aus der ganzen Welt an. Die zahlreichen Terrassen der sich aneinanderreihenden Gastronomien verleihen der Altstadt ein fast südländisches Flair, bringen aber leider auch einen hohen Lautstärkepegel, so manche Schlägerei und stark alkoholisierte Kneipenbesucher mit sich. Nichtsdestotrotz stiegen die Mieten im letzten Jahr überdurchschnittlich an. Gerechtfertigt scheint dies nur in den ruhigen Straßen rund um den Carlsplatz. Die verwinkelten Altbauten auf der Hohe Straße, der Bastionstraße oder der Bilker Straße sind ein wahrgewordener Wohntraum, und somit sicherlich jeden Cent pro Quadratmeter wert.

BILK
Ø Kaltmiete 8,40 Euro pro Quadratmeter
So vielfältig sich Bilk präsentiert so groß ist auch die Mietpreisspanne: An der lauten Pendler-Einfahrtschneise Corneliusstraße kann man für 7 Euro pro Quadratmeter Wohnungen ergattern, während die Preise in den hübschen Altbauten an der Düssel schon deutlich an der 10-Euro-Marke kratzen. Das ist ein Grund, weshalb Bilk schon seit Jahren für eine breite Schicht zu den begehrten Wohnvierteln gehört, ein weiterer, ist die hohe Gastronmiedichte sowie die Nähe zur City. Auf der Bilker Allee kann man zudem alle Dinge des täglichen Bedarfs einkaufen, mit den Bilker Arkaden ist vor drei Jahren noch ein Einkaufszentrum dazugekommen.

PEMPELFORT
Ø Kaltmiete 9,10 Euro pro Quadratmeter
Der gutbürgerliche Bezirk mit seiner dichten, gemischten und historischen Bebauung entwickelte sich in den letzten Jahren immer mehr zum Szene- und Luxusviertel. Bauprojekte wie das Quartier Central, das Kult-Restaurant Olio sowie die lebendige Gastro-Szene auf der Tußmannstraße ziehen immer mehr Besserverdiener in die Wohnungen rund um den ehemaligen Güterbahnhof. Besonders teuer ist das Wohnen in Rheinnähe am Hofgarten. Aber auch weniger solvente Singles und Paare genießen die verkehrsberuhigten Straßen und die zentrale Lage: Die Fußnähe zur Einkaufsmeile Schadowstraße und zur Altstadt sowie die guten Verkehrsanbindungen ziehen auch junge Familien nach Pempelfort. Das „Handelsblatt“ siedelte Pempelfort im Mai 2011 in seinem Stadtteilranking auf Platz zwei gleich hinter Oberkassel an.

OBERKASSEL
Ø Kaltmiete 12,10 Euro pro Quadratmeter
Oberkassel mit seiner Nähe zum Rhein und zur Stadt sowie der fast homogenen Altbaubebauung gehörte schon immer zu den bevorzugten Wohnvierteln in Düsseldorf. Waren es jedoch früher vorwiegend Alteingessesene, besser verdienende Freiberufler oder der gutsituierte Mittelstand, entwickelt sich der Stadtteil zunehmend in Richtung High-Society und wird außerdem zum Spielplatz für Investoren und Spekulanten, darunter viele aus dem Ausland. Das treibt die Preise hoch: In Rheinnähe sind Mieten von über 20 Euro für den Quadratmeter keine Seltenheit. Entsprechend verändert sich die Klientel: In keinem anderen Viertel stehen so viele Ferraris, Bentleys und Porsches auf den Straßen, denn die Garagensituation ist nach wie vor schlecht. Dafür stimmt das gastronomische Angebot, das in puncto Qualität seinesgleichen sucht, und auch viele rechtsrheinische Besucher aus Düsseldorf anlockt.

UNTERBILK
Ø Kaltmiete 9,10 Euro pro Quadratmeter
Noch vor drei Jahrzehnten war die Gegend vor der Hafenhalbinsel verrufen und ein klassisches Arbeiterviertel. Nachdem der Düsseldorfer Medienhafen mit seiner hochkarätigen Architektur und vielen Arbeitsplätzen entstanden ist, begann auch eine erhöhte Nachfrage nach Wohnraum in Unterbilk. Mittlerweile ist die Gegend rund um die Lorettostraße einer der dynamischsten Szeneviertel neben Flingern. Dazu beigetragen hat neben den unzähligen meist inhabergeführten Cafés, Restaurants, Ateliers und Geschäften auch die gut erhaltene Altbausubstanz, was in Düsseldorf nicht alltäglich ist. Die meisten der Wohnhäuser von Anfang des 20. Jahrhunderts präsentieren sich mittlerweile stilecht restauriert, entsprechend hoch ist das Mietpreisniveau. Gerade entdecken Investoren die bisher eher stiefmütterlich behandelte Gegend zwischen Südring und Völklinger Straße, wo man noch etwas günstiger wohnen kann.