LIST (27)
Ø Kaltmiete* 6,74 Euro pro Quadratmeter
Mit rund 43 000 Einwohnern gehört die List zu den bevölkerungsreichsten Stadtteilen Hannovers, in dem einfach die Mischung stimmt, um das Leben in der Großstadt zu genießen: Rings um den Lister Platz ist das urbane Zentrum mit hervorragender Nahversorgung und begrünten Plätzen wie Moltke- und Bonifatiusplatz, im Norden liegen mit großen Kleingartenkolonien und kilometerlangen Radwegen entlang des Kanals grüne Erholungsgebiete direkt vor Ort. Und die südliche Quartiersgrenze markiert die Eilenriede. Kitas, Schulen, Jugendzentren und Stadtteilbücherei machen das Viertel auch für Familien attraktiv, das Bürgeramt hilft bei allen Verwaltungsangelegenheiten. In den Seitenstraße der Lister Meile zeugen viele Modedesigner ebenso von Kreativität wie die Galerien, viele Restaurants und Bars tragen zum positiven Gesamteindruck bei. Die Mieten ziehen zurzeit an, allerdings sind je nach Bebauungsart große Unterschiede zu verzeichnen. Aufwändig sanierte Altbauwohnungen mit fünf oder mehr Zimmern und prunkvollen Ornamenten an Fassaden und Balkonen an der Ferdinand-Wallbrecht-Straße und Einfamilienhäuser in Eilenriedenähe sind natürlich deutlich teurer als die Nachkriegswohnungen im westlichen Teil der List.

LINDEN-NORD (25)
Ø Kaltmiete 6,24 Euro pro Quadratmeter
Rund um die Limmerstraße ist alles ein bisschen lockerer als in den anderen Stadtteilen Hannovers. Der Rewe-Markt hat sogar bis 24 Uhr geöffnet, und niemand wird schief angeguckt, wenn er sein Bierchen draußen auf der Straße vor den zahlreichen Kiosken trinkt. Besonders Studenten schätzen das Viertel, nicht zuletzt wegen seiner Nachbarschaft zum Uni-Viertel Nordstadt. Die Lebensstile der über 16 000 Einwohner sind so vielfältig wie selten in Hannover. Man identifiziert sich mit seinem Stadtteil, starkes Engagement und gut vernetzte Vereine und Initiativen sind die Folge. Die Faust als Kultur- und Partyzentrum zieht weit über die Stadtteilgrenzen hinaus Besucher an, und der direkte Zugang zum Leineufer ermöglicht das Chillen im Grünen. Die Mieten steigen zwar in jüngster Zeit, es gibt aber nach wie vor günstigen Wohnraum.

NORDSTADT (35)
Ø Kaltmiete 6,68 Euro pro Quadratmeter
Die Nordstadt ist bunt und voll: Mit ihren gut 16 500 Bewohnern ist sie einer der am dichtesten besiedelten Stadtteile Hannovers. Neben wenigen alteingesessenen Familien und vielen Migranten bevölkern vor allem Studenten die Straßen zwischen Welfengarten und Engelbosteler Damm. Dennoch sind auch hier die Mieten gestiegen. Die Jungakademiker sorgen für eine stete Verjüngung – und für jede Menge Kneipen. Und so dominiert das Unkonventionelle, die „Off-Off-Tradition“, wie es das Kino im Sprengel in seinem Programm zutreffend beschreibt. Was sich natürlich auf die Filmauswahl bezieht, aber getrost auf andere Bereiche übertragen werden kann. So findet man auf dem E-Damm individuelle Modeläden wie Themenwechsel und das Designkombinat sowie urbane Kaffeebars wie 24 Grad, die für richtiges Großstadtgefühl sorgen. Ein echter Fixstern in Hannovers Nightlife ist das Spandau, Frischluftfanatiker freuen sich über Georgen- und Welfengarten sowie die angrenzenden Kleingärten.

SÜDSTADT (42)
Ø Kaltmiete 9,25 Euro pro Quadratmeter
Oha, die Durchschnittsmiete erschreckt erst einmal! Doch diese wird nach oben getrieben durch die teuren Penthouses und Lofts in direkter Maschseenähe. Zwischen Hildesheimer Straße und Bismarckbahnhof stehen jedoch hauptsächlich bezahlbare Mehrgeschossbauten, und so zieht es immer mehr Studenten und junge Familien in das abseits der Hauptverkehrsadern recht ruhig gelegene Viertel. Dort ist dann auch ein Mietpreis von 6,50 Euro realistisch. So kann man sich dann auch den Besuch der Bars leisten, die in den letzten Jahren im ehemals als Renterviertel verschrienen Quartier eröffnet haben – wie Goldfisch, Bamboleo, Glüxkind und Pangrea. Außerdem findet man in der Südstadt renommierte Kulturhäuser wie das Sprengel Museum und das Theater am Aegi – und natürlich den Maschsee, der einen grünen Kontrast zu vielbefahrenen Hildesheimer Straße setzt.

OSTSTADT (37)
Ø Kaltmiete 8,20 Euro pro Quadratmeter
Die einen meinen, das Dreieck hinterm Bahnhof wäre schon die List, die anderen zählen’s noch zur Mitte. Mit anderen Worten: Man lebt hier sehr zentral. Früher war das Viertel zwischen Celler Straße und Hamburger Allee eine Arme-Leute-Gegend, heute ist es ein lebendiges Viertel (nicht nur) für Kreative. Um den Weißekreuzplatz hat sich eine lebendige Nightlife-Szene entwickelt, die mit Bars wie Heaven und Auszeit, Clubs wie dem Zaza und Szenelokalen wie dem Mezzo nicht nur, aber auch das „schicke“ Publikum anspricht. Und an der südlichen Lister Meile sowie links und rechts davon findet man alles, was man zum Leben braucht. So viel urbane Lebensqualität wird mit Hamburger Allee samt Hochstraße bezahlt, die die Oststadt wie ein Riegel von der Stadtmitte abtrennt.