MITTE
Ø Kaltmiete* 11,71 Euro pro Quadratmeter
Ob Fernsehturm, Unter den Linden, Brandenburger Tor oder Kanzleramt: In dem zentralen Bezirk sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und politischen Zentren der Stadt. Und auch einkaufen kann man in den Geschäften um den Hackeschen Markt ebenso gut wie in der Friedrichstraße. Wer hier lebt, der liebt den Trubel, der will eben mittendrin sein. Schöne Altbauten und ein nettes Kiezgefühl gibt es im Scheunenviertel. Rund um die Oranienburger Straße mit dem seit Jahren von der Schließung bedrohten Kulturzentrum Tacheles und der Synagoge tobt das Kneipenleben.

KREUZBERG
Ø Kaltmiete 7,30 Euro pro Quadratmeter
Der Vorzeige-Multikulti-Bezirk besteht eigentlich aus zweien: den ehemaligen Postzustellbezirken 61 und 36. Während es in Ersterem rund um die Bergmannstraße und den bezaubernden Chamissoplatz eher bürgerlich zugeht, ist in Letzterem noch ein Hauch von Revoluzzer-Flair zu spüren. Die Oranienstraße mit dem legendären Punk-Schuppen SO36 bietet inzwischen viele nette Klamot- tenläden und Imbisse und ist bei Touristen beliebt. Und auch die Schlesische Straße, einst das „Dead End“ Westberlins, ist mit den Clubs Lido und Watergate eine Feiermeile, die gerne besucht wird. Viel Grün gibt es im Viktoriapark (dem Kreuzberg) mit einem richtigen Wasserfall, entlang dem Landwehrkanal und der Spree, im „Görli“ und dem erst kürzlich eröffneten Park am Gleisdreieck.

PRENZLAUER BERG
Ø Kaltmiete 9 Euro pro Quadratmeter
Nette Cafés, junge Familien und individuelle Geschäfte prägen das Leben in Prenzlauer Berg. Viele Altbauten sind inzwischen schick saniert und so hat sich die Bevölkerung seit der Wende fast ausgetauscht. Inzwischen wohnen hier in erster Linie gut situierte junge Menschen und Familien. Das Nachtleben ist in den letzten Jahren mau ge- worden, weil viele Clubs nach Kreuzberg weiterziehen mussten. Aber die Bars rund um den Helmholtzplatz oder an der Kastanienallee sind einen Besuch wert. Am Wochenende wird im Mauerpark getrödelt und Open-Air-Karaoke gesungen. Einen Besuch lohnt auch der Markt auf dem Kollwitzplatz. Der Volkspark am Friedrichshain ist eine gute Adresse zum Joggen und Picknicken.

FRIEDRICHSHAIN
Ø Kaltmiete 8,07 Euro pro Quadratmeter
Der bunte Stadtteil lebt durch seine Gegensätze: Studenten, Alternative und junge Familien fühlen sich hier ebenso wohl wie Touristen. Sie haben die Simon-Dach-Straße mit ihren Bars und Restaurants für sich entdeckt und feiern dort ausgelassen. Familiärer geht es am „Boxi“ mit seinen Seitenstraßen zu. Auf dem Boxhagener Platz ist samstags Wochen- und sonntags Flohmarkt. Beeindruckend sind die „Stalin-Bauten“ an der Frankfurter Allee, ein Vorzeigestück sozialistischer Architektur mit hellen, geräumigen und auch bezahlbaren Wohnungen. Die Oberbaumbrücke mit ihren Türmchen verbindet den Stadtteil mit Kreuzberg.

SCHÖNEBERG
Ø Kaltmiete 7,40 Euro pro Quadratmeter
Der Westberliner Bezirk ist besonders um den Winterfeldtplatz sehr lebendig. Hier gibt es eine bunte Mischung an Kneipen, Restaurants und Cafés. Mittwoch und Sonnabend ist Markt. Schon seit den 20er Jahren gibt es die schwul-lesbische Szene rund um den Nollendorfplatz. Sie feiert sich jedes Jahr mit einem Straßenfest und prägt das Straßenbild durch einschlägige Bars und Geschäfte. Fast eine reine Wohngegend ist das Bayerische Viertel mit seinen geräumigen Altbauwohnungen, wo man ruhig und bürgerlich lebt.