Flugangst? Nur die Liebe hilft!
Flugangst ist wie Hämorrhoiden haben. Man spricht nicht drüber. Wenn man aber drüber spricht, dann nervt man seine Umgebung mit Horrorgeschichten. Und das alles, um seine Angst rational zu begründen. Muss man gar nicht. Flugangst ist eine Krankheit: schweißnasse Hände, Herzrasen, flache Atmung, Magen- und Darmkrämpfe, Schwindel, Kopfschmerzen. Die Medizin nennt sie eine „situationsbezogene Phobie“. Und die Situation fängt schon beim Einchecken an. Auf den vorderen Plätzen der Ursachen stehen die Angst vor dem Ausgeliefertsein (61 %), vor dem Absturz (55 %) sowie vor Turbulenzen (44 %).

Aber was kann man nun gegen die Flugangst tun? Es gibt Seminare, sogar von der Lufthansa. Aber die kosten (780 Euro fürs Wochenende, www.flugangst.de). Und es gibt Medikamente, die die Angst nicht beseitigen, sondern sie nur dämpfen und etwas beruhigen. Bleiben also nur zwei Wege aus der Angst: das Lernen und die Liebe. Man kann sich informieren, wie das Fliegen funktioniert. Manche behaupten, dass dies der lädierten Psyche in die Lüfte hilft. Der Autor dieser Zeilen gehört nicht zu ihnen.

Bei ihm hat es die Liebe getan. Nach vielen Jahren panischer, beruflich unheimlich schädlicher Flugangst (Höhepunkt: eine Zugreise zu einem Termin in Neapel) hieß es: Liebesurlaub in Griechenland oder keine Liebe? Ein Flug nach Athen. Zurück mit dem Schiff. Ein einziger Flug! SIE hat Händchen gehalten – und es ging tadellos. Und seitdem immer und überall hin. Asien, Alaska, egal. Und sogar ohne Händchenhalten.