Wer zurzeit das Radio einschaltet, wird nicht nur mit dem Ohrwurm „Garden“ konfrontiert, sondern auch mit dem Bandwurm- Namen Totally Enormous Extinct Dinosaurs (TEED). Total große tote Dinos – was soll uns das sagen? „Kommt doch gar nicht drauf an“, wiegelt Orlando Higginbottom ab – genauso, wie er auch jede Festlegung auf musikalische Schub – laden verweigert. Der 24-jährige Freigeist will einfach nur Tanzmusik machen. Ein Faible, das der Brite ausgerechnet in Jugendchören entdeckte: Die klassische Musik weckte seine Liebe zum perfekten Sound, den er – übertragen auf elektronische Musik – zu seinem Erkennungszeichen gemacht hat: catchy Melodien, tolle stilistische Winkelzüge, verträumter Gesang, clever gesetzte Ruhephasen und Bassexplosionen. Was sogar Nokia begeistert: Für ihre Lumia-Kampagne wählten sie „Garden“ als Soundtrack.

Video-Tipp: „Garden“ von Totally Enormous Extinct Dinosaurs

Das Publikum soll bei TEED-Shows nicht nachdenken, es soll sich gehen lassen. Er und seine Tänzerinnen tragen Indianer- und Dinosaurierkostüme, es wummern die Boxen, es regnet reichlich Konfetti. Schließlich geht es nicht um Wissenschaft – es geht um Musik. Er selbst aber fasst seine Rolle ganz nüchtern auf: „Ich bin kein Poet – nicht mal ein Sänger. Ich bin nur ein Produzent, der sich als Dinosaurier verkleidet und singt.“