Was für ein herzzerreißender Gesang! Keiner wehklagt so schön wie Keane-Frontmann Tom Chaplin. Seine traurige Stimme macht schnell Gefangene. Erst recht, wenn sie auf verlocken – de Melodien, epische Sounds und nachdenkliche Texte über die verlorene Jugend trifft. Das Ergebnis nennen sie Strangeland, und es ist ein lupenreines Britpopalbum. Mit „Disconnected“ gelingt der Band aus Battle, die sich mit dem Bassisten Jesse Joseph Quin zum Quartett erweitert hat, ein hypnotischer Fußwipper. Bei der äußerst reduzierten Ballade „Watch How You Go“ wiederum treiben einem die melancholischen Klavierklänge glatt Tränen in die Augen. So treffen Keane mit mal abgründigen, mal euphorischen Pophymnen stets den Nerv der Zeit.