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Frische Früchtchen für den Winter konservieren

Obstanbaugebiete reihen sich in Deutschland auf der Karte wie Perlen an der Schnur zwischen Stuttgart und Hamburg. In guten Erntejahren ist der Ertrag höher als die mögliche Verkaufsmenge von Frischobst auf den Wochenmärkten. Damit auch im Winter vitaminreiche Kost verfügbar ist, greifen die Erzeuger auf bewährte und moderne Konservierungsmethoden zurück.



Obst für Vitaminkost nach der Ernte haltbar machen


Die Vitamine im Obst gehen sofort nach der Ernte teilweise verloren. Bei Lagerobst wie Äpfeln bleibt noch ein guter Teil bis über den Winter erhalten. Empfindliche Kirschen, Birnen oder Beeren müssen allerdings sofort konserviert werden. Dafür gibt es langsame Verfahren oder neuere, vitaminschonende Methoden. Am ältesten darunter sind Entsaften und Einmachen. Beim Erhitzen werden einige Vitamine zerstört, ein paar mitsamt dem Obstgeschmack aber für viele Monate erhalten. Trocknen an der Luft und Sonne entzieht mit dem Wasser ebenfalls einen Anteil an Vitaminen, intensiviert allerdings den Geschmack. 

Vitamine zusätzlich mit Nahrungsergänzungsmitteln zuführen


Es ist wertvoll, mitten im Winter vor einem Erdbeerkompott zu sitzen oder vom Blaubeerkuchen von gefrorenen Blaubeeren zu naschen. Wegen des Vitaminverlustes durch das Konservieren reicht das allerdings nicht immer für eine ausreichende Nährstoffzufuhr aus. In Fällen von erhöhtem Vitaminbedarf lassen sich vorübergehende Mängel mit Nahrungsergänzungsmitteln, beispielsweise Vitaminpräparaten aus der sanicare.de Online Apotheke, ausgleichen. Langfristig muss aber gewählt werden, welches Obst mit welcher Konservierungsmethode weiterhin die meisten Vitamine liefert. 

Konservierung durch Trocknen


Lufttrocknung verlangt Sauberkeit bei der Vorbereitung des Obstes und dauert eine gute Weile. Leider verschwinden mit dem Wasser auch Obstfarbe und Vitamine. Schneller, aber auch nicht verlustfrei gelingt die Trocknung an der Sonne. In den Anbaugebieten zwischen Bremen und Hannover erfolgt dieser Prozess entweder nach dem Wetterkalender im Freien oder mit maschineller Unterstützung in der Trockenhalle. Die meisten Vitamine bleiben beim Trockenpuffen erhalten. Dafür wird das Obst unter Vakuum binnen weniger Minuten stark erhitzt. Das Wasser entweicht schlagartig und lässt die Zellwände förmlich explodieren. Getrocknete, gepuffte Erdbeeren sind wie andere Früchte ein beliebter Vitaminsnack für zwischendurch oder als Crunch auf kalten und warmen Desserts.

Einfrieren für intensives Aroma


Einfrieren erhält viele Vitamine, wenn es schnell genug abläuft. Problematisch ist der Vitaminerhalt erst beim Auftauen. Hier kann es je nach Verzehrwunsch hilfreich sein, die noch gefrorenen Früchte gleich in diesem Zustand unter die anderen, warmen Zutaten zu mischen. Dabei bleiben Farbe, Aroma und Fruchtform erhalten, weil die Zellwände weniger stark aufplatzen als beim langsamen Auftauen.

Klassiker: Obst für den Winter einwecken


Einweckgläser sind in der Obstsaison auch bei privaten Obstgärtnern wieder im Trend. Zum Einwecken wird das Obst gesäubert, vorportioniert und unter Hitzeeinwirkung luftdicht verpackt. Nicht ganz so schöne Früchte sind auch für das Frühstücksbrötchen im Winter als selbstgekochte Marmelade beliebt. Wie beim Einwecken sind dazu die frischen Früchte einer Temperatur von um die 90 bis 100 °C ausgesetzt. Dennoch lässt sich damit die Fülle der Natur aus der reichen Sommerzeit gut für die karge Ruhephase im Winter bewahren.

Fazit:
Konserviertes Obst ist für den Winter eine wunderbare Zutat zu verschiedenen Speisen. Leider ist hierbei der Vitamingehalt nicht mehr so hoch wie direkt nach der Ernte. Dennoch liefern trockene, eingeweckte oder gefrorene Früchte jetzt genügend Nährstoffe und vor allem köstlichen Geschmack.

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