Die Stadt gehört UNS.

Reisetipps für Schwerhörige 

Reisen sollte für alle möglich sein. Auch für Menschen mit Hörproblemen gibt es Mittel und Wege, neue Städte zu erkunden, ohne sich dabei überfordert zu fühlen. Reisen ist eine Chance, unser Selbstbewusstsein zu stärken und dauerhafte Verbindungen einzugehen. Mit unseren sechs Tipps für Schwerhörige können Sie sich auf eine entspannte Reise freuen.  

Stift und Papier zur Hand haben

Auf der Reise bietet es sich an, die klassische Methode aus Papier und Stift oder eine Notiz-App auf dem Smartphone für die Kommunikation zu nutzen. Dabei ist das Handy allerdings die weniger verlässliche Option, da der Akku leer werden oder eine Funktionsstörung auftreten kann. Traditionelles Schreibzeug bei sich zu tragen, ist daher sehr zu empfehlen.

Beim Check-in am Flughafen oder im Hotel können Sie so Ihre Situation erklären. Dann weiß Ihr Gesprächspartner, wie er reagieren muss und spricht gegebenenfalls lauter.

Reisen mit dem Bus

Der Bus ist in vielen Städten das einfachste Fortbewegungsmittel. In den meisten europäischen Bussen gibt es große Bildschirme, die die nächste Haltestelle anzeigen und teilweise sogar darüber informieren, wie viele Minuten der nächste Halt entfernt ist. Für schwerhörige Menschen ist das hilfreich, da sie sich nicht auf andere oder ihre Ohren verlassen müssen.

Reisen mit dem Auto

Vor einer Reise mit dem Auto sollten Sie sich ein paar Gedanken machen. Zunächst ist es sinnvoll, vor der Abfahrt noch einen Arztbesuch einzuplanen, um Optionen für eine möglichst angenehme Fahrt zu besprechen. Hier finden Sie einen Hörakustiker in Ihrer Nähe:  www.phonak.com/de/de/finden-sie-einen-hoerakustiker-in–ihrer-naehe.html                 

Außerdem sollten Sie einen breiteren Rückspiegel kaufen, um Ihr Blickfeld zu vergrößern. Manche schwerhörigen Fahrer finden auch visuelle Warnsysteme hilfreich.

Unterstützung am Flughafen

Scheuen Sie sich nicht, bei Bedarf um Unterstützung am Flughafen zu bitten. In diesem Fall wird sich ein Flughafenmitarbeiter um Sie kümmern und Sie beispielsweise über Durchsagen und Verspätungen informieren. Außerdem dürfen Sie den Fast-Track-Service in Anspruch nehmen und sparen sich das Anstehen in langen Schlangen. Bei Anschlussflügen wartet am nächsten Flughafen wieder ein Angestellter und bringt Sie zum neuen Abflug-Gate.

Im Flugzeug

Hörgeräte und Cochlea-Implantate können nach dem Boarding weiterhin genutzt werden. Sie sind von der Vorgabe, alle elektronischen Geräte abzuschalten, nicht betroffen, da sie das Navigationssystem des Flugzeugs nicht stören. Es ist jedoch ratsam, das Kabinenpersonal über eine Schwerhörigkeit zu informieren, damit es im Notfall Bescheid weiß.

Klug packen

Bei Flugreisen sollten Sie alles, was Sie zum Hören brauchen, im Handgepäck verstauen. So haben Sie Ihre wichtigsten Gegenstände auch dann bei sich, wenn die Fluglinie doch einmal ein Gepäckstück verliert. Denken Sie auch an Ersatzbatterien, Ladegeräte und Headsets.

Eine gute Vorbereitung ist das A und O für eine entspannte, stressfreie Reise. Da verhält es sich wie bei jedem anderen Abenteuer auch: Gute Planung ist alles.

Schreibe einen Kommentar