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PRINZ-Test: Augustiner an der Frauenkirche

Wer’s am Neumarkt locker, gemütlich und internationale Tischnachbarn möchte, sollte ins Augustiner an der Frauenkirche gehen.



Gleich zweimal hat es mich in diesem Jahr im November in‘s Augustiner an der Frauenkirche verschlagen. Einladend ist das Haus direkt gegenüber der Frauenkirche am Übergang vom Neumarkt zur Rampischen Gasse sofort auf den ersten Blick. Die wieder hergestellte Barock-Fassade blickt einen freundlichen an und die bayrische Braukunst und Gemütlichkeit, die einem die Augustiner Schilder schon von weiten versprechen, tun ihr Übriges.

Zügig eingetreten findet man sich im Erdgeschoss in einem gemütlichen mit Holz ausgestalteten Gastraum wieder, der sich an der Theke vorbei zu einem durch Säulen getragenen Gewölbe hin öffnet. Hier kommt fast Münchner Original-Bierhallen Atmosphäre auf, wenn auch nur in Klein. Das Besondere im Sommer, dieser kleine Gewölbesaal grenzt direkt an den historischen Innenhof des Gebäudes mit einem original erhaltenen Dresdner Barock-Brunnen – ein absoluter Hingucker. Sollte hier mal kein Platz sein, was öfter vorkommt, da das Augustiner stets sehr gut besucht ist, gibt es noch einen zünftigen Gasthaus-Keller und im Obergeschoss gemütliche Tische mit hervorragendem Blick auf die Frauenkirche. Am Wochenende sollte man unbedingt reservieren, unter der Woche ist das Augustiner an der Frauenkirche auch gut besucht, aber ein Platz findet sich immer.

So auch meine Erfahrung zuletzt, als mir die traditionell gekleidete Servicekraft freundlich noch schnell einen Tisch organisierte, der eigentlich schon reserviert war – aber bis dahin waren’s noch 1.5 Stunden und so war dieser Platz unser. Zügig war das Bier bestellt, ein Augustiner Dunkel und Edelstoff; und da es Original-Augustiner ist, gab‘s am Bierchen nichts auszusetzen, einfach lecker. Und mal eine gute Abwechslung zu den Dresdner Pils-Biersorten.

Wie es sich gehört wird im Augustiner zünftig gespeist, Haxe, Schnitzel, bayrischer Kartoffelsalat, auch Suppen und kleine Schmankerl sind im Angebot – besonders empfehlenswert aber die Rindsroulade, das Zwiebelfleisch mit Knödeln. Frisch auf den Tisch kamen die Speisen keine 15 Minuten nach unserer Bestellung. Die Roulade war zart und geschmacklich perfekt, das Zwiebelfleisch köstlich und nicht zu weich, aber doch sehr üppig. Meine Begleitung hatte sich zum Kalbsschnitzel, was perfekt war, statt Kartoffelsalat nur einen gemischten bunten Gemüse-Salat geordert. Was gern ohne Probleme bestellt werden konnte – nur in der Umsetzung klemmte es etwas. Bis der Salat dann auch als entsprechende Portion geliefert wurde, bedurfte es eines kleinen Hinweises. Leider war der flinke Service nach den ersten „Lieferungen“ nicht mehr so flink; das zweite und dritte Bier musste von Weiten winkend rangeschafft werden, stand dann aber zügig und frisch gezapft auf dem Tisch. Alles in allem ist das Augustiner wahrlich zu empfehlen, man muss nur wissen, dass es oft sehr voll sein kann, und zwischenzeitlich der Service äußerst eingebunden ist.

Bewertung: 4/5

Innere Altstadt, An der Frauenkirche 16/17, tgl. 10 – 24 Uhr, HG 8,70 – 17,90€, www.augustiner-dresden.com


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