5 °C Sa, 14. Dezember 2019 Uhr
Prinz.de  ›  Gastro  ›  Neu entdeckt: Böhme

Neu entdeckt: Böhme

Bistros und Cafés gibt’s in der Neustadt genügend – gute Restaurants nur wenige. Das Böhme ist neu und die Rettung im Dresden Neustadt Restaurant Reigen.



Böhme heißt der Neue beziehungsweise das neue Restaurant am oberen Ende der Görlitzer Straße kurz vor dem Alaunpark. Für ein Neustädter Lokal ein besonderer Name, erinnert er doch an einen deutschen „Aller-Welts-Namen“, aber genau das ist das Konzept und die Idee hinter der Benennung. „Jeder kennt einen „Böhme“ von nebenan“, sagt uns Ronny, einer der Betreiber. Außerdem war Jakob Böhme Deutschlands erster Philosoph, so bezeichnete ihn Hegel, und lebte Zeit seines Lebens in Görlitz. Hier schließt sich die Klammer zur Location an der Görlitzer Straße.

Hier wo bis zum letzten Sommer noch ein Italiener und vorher ein Tapas-Restaurant die Neustädter verköstigten, gibt es nun ein modernes Großstadtrestaurant, das sich voll und ganz auf das Speisen am Abend konzentriert. Und dabei stehen regionale Küche und Produkte, gemischt mit Internationalität und moderner Zubereitung im Vordergrund. Beim Böhme gibt es Moritzburger Schleie, Wild aus der Königsbrücker Heide und das Gemüse direkt von einem Gemüsebauern aus Radebeul. Es wird mit keiner festen Speisenkarte gearbeitet. Die täglich wechselnden Gerichte werden über der offenen Küche groß an einer breiten Tafel angeschrieben. Sieben bis neun Gerichte gibt es und darunter natürlich auch Vorspeisen und Desserts – sowie vegane Gerichte.

Dem Böhme ist Regionalität wichtig: „Bio ist gut aber Regionalität besser“, so die Maxime der Betreiber. Dem Bauern, Jäger und Fischer kann man nämlich direkt vor Ort mal über die Schulter schauen, um genau zu wissen, was den Gästen auf den Teller gebracht wird. Die offene Küche lädt den Gast dazu ein, das dann auch im Restaurant zu tun und dem Koch beim Zubereiten zuzuschauen oder Fragen zu stellen – Interaktivität heißt das Losungswort.

So up to date das Konzept, so bodenständig die Einrichtung. Verschiedenste alte in dunklem Braun gehaltene Esstische, die extra aus einem Antiquariat besorgt wurde, werden kombiniert mit den Klassikern der Stuhl-Designs. Polsterstuhl, neben Holzstuhl mit Korb-Flecht-Werk als Rückenlehne und dazu das Häkeldeckchen auf dem Tisch – das Böhme bleibt auch hier ganz nah am heimischen sächischen urigen Stilmix. Und für kleine Insider-Liebhaber gibt es auch noch etwaa anzumerken, die Macher des Böhme betreiben auch die Planwirtschaft – Quailtät und Standhaftigkeit im gastronomischen Lebenswandel der Neustadt sind also garantiert.

Äußere Neustadt, Sebnitzer Straße 11, Tel. 88 94 83 54, tgl. 18 – 2Uhr, Speisen 5,20 – 14,50€, Rauchen nach Küchenschluss ab 22 / 23 Uhr, facebook.com/Boehme.Dresden/info

Bewertung: 4/5


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.