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PRINZ-Test: Schlossrestaurant Moritzburg

Zum Speisen sollte man auch mal weiter reisen – PRINZ testet das Schlossrestaurant in Moritzburg.



Fast schnurgerade führt die Großenhainer Straße raus aus der Stadt vorbei an der Jungen Heide direkt nach Moritzburg und schnurgerade färt man auch auf das Jagdschloss zu, das seit kurzer Zeit nun auch eine dem herrschafltichen Umfeld entsprechende gastronomische Einrichtung bietet. Das Schlossrestaurant Moritzburg ist 2013 eröffnet wurden – Betreiber und Erdenker ist Eric Schäffer, der Wasser-Gott aus Oppach und Retter der Meißner Schwerter-Bier Brauerei, Deutschlands ältester Privatbrauerei. Nun hat er sich mit dem Moritzburger Schlossrestaurant auch gastronomisch vorgewagt und ich kann von vorn herein berichten, erfolgreich und mit dem Gespür für genau das richtige Restaurant an dieser Stelle.  

Das Restaurant liegt auf der rechten Seite des Schlosses, wenn man darauf zuläuft – direkt durch das Haupportal betritt man das Restaurant, was gleich rechts in den ersten Gastraum abzweigt. Die königlich kulinairsche Adresse besteht aus zwei größeren und einem kleineren dritten Raum, in dem sich insbesondere die Bar und die Kuchentheke befindet. Die Kombination aus modernen Elementen und den historischen Räumen ist sehr gut gelungen – große automatische Milch-Glastüren verdecken die Eingänge zu den WC-Bereichen, raumhohe Spiegel lassen die langen Gänge noch höher und beeindruckender wirken. In den beiden Gasträumen bestimmen die schweren, alten Holzdielen und die tiefen Bogenfenster den ersten Eindruck – es ist die Harmonie zwischen rustikalem Holzboden und leichten filigranen Barock-Mustern an Wänden und Decken, die beeindruckt.

Die Speisen jonglieren zwischen klassisch, fast schon guter deutscher bürgerlicher Küche, und international modern. So kann man bei den Vorspeisen zwischen Gegrillten Riesengarnelen auf Kräuter-Risotto und Kleinigkeiten wie „Des Jäger’s Brotzeit mit frischen Mett und Schwarzbierbrot“ wählen, und bei den Hauptspeisen führt sich dieses geschickte Miteinander fort: Einerseits das Gebratene Karpfenfilet mit Kartoffeln aus den Moritzburger Teichen, andererseits Maispourladenbrust mit Pasta, Gemüse und Parmesanschaum. Aber auch vegetarische Gerichte werden geboten, so werden Gnocchi mit gebratenen Kräuterseitlingen und gerösteten Pinienkernen an Parmesan serviert. Bei meinem Besuch hatte ich die Fasanenbrust gewählt, auf einem Jagdschloss war das ein Muss, und es war die richtige Wahl. Das Fleisch war hervorragend im Geschmack und perfekt zubereitet – die Portionen aller bestellen Speisen sehr groß und wirklich zufriedenstellend. Der ein oder andere schaffte leider die ganze Portion gar nicht und musste sogar auf das Desert verzichten. Was mit einem großen „leider“ verbunden war, denn auch diese Auswahl ist verführerisch und reicht von Quarkheulchen bis Käsevariation. Der Service war durchaus kompetent und aufmerksam; für anspruchsvolle Gäste dürfte er noch etwas an Profession zulegen.

Zu guter Letzt sei noch erwähnt, dass es auch eine sehr gute Kinderkarte gibt, mit mindestens fünf verschiedenen Gerichten – und wer nur einen Kaffee-Ausflug machen will, ist hier auch gut aufgehoben, da die Kuchentheke immer üppig gefüllt ist und auch Eis angeboten wird.

Fazit: Es lohnt sich im Schlossrestaurant zu speisen, sowohl kulinarisch gut und spannend als auch romantisch und ein Erlebnis aufgrund der Location.

Bewertung: 4/5

Moritzburg, Schloßallee, Tel. 035207/993 616, tgl. ab 10 Uhr, HG 10,50-20,50€, moritzburger-schlossrestaurant.de


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