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PRINZ-Test: Viba Erlebnis Confiserie & Café

Das alte Intecta Gebäude am Altmarkt, Teil des Stalinbarock-Ensemble, ist heute Tor zur Altmarktgalerie, im Obergeschoss beherbergt es eine Viba Süßigkeitenwelt.



Habt ihr schonmal den Namen Viba gehört, nein!? – seid euch sicher, ihr kennt Viba! Auf jedenfall habt ihr von Oma, Mama oder dem Partner bestimmt schon Viba-Naschereien geschenkt bekommen, denn Viba ist Deutschlands traditionsreichster und einer der größter Nougathersteller. Heute heißt die Kette modern „Viba Sweets“ und geht auf ein 1893 in Thüringen gegründetes Unternehmen zurück, was als Kaffeehaus seinen Anfang nahm. Der Clou Anfang des 20. Jahrhunderts war, Nougatstangen abgepackt zum Kaffee zu reichen, das perfektionierte Herr Viebahn und machte sein Viba damit groß.

Nougat in Dresden selbst herstellen

Heute ist Viba eine der großen Nougatmarken in Deutschland. In Schmalkalden in Thüringen wird produziert, und in 42 Shops deutschlandweit wird verkauft. Doch nur herstellen und verkaufen, wurde irgendwann zu langweilig, und Viba wollte die Liebhaber des Nougats am Nougat-Machen teilhaben lassen. So gibt es seit 2012 die Viba Erlebniswelt, in der ihr etwas über das Nougat und die Haselnuss, aus der die süße Leckerei im Wesentlichen besteht, erfahrt und auch selbst Nougat und süße Naschereien herstellen könnt. Dieses Konzept wurde nun auch nach Dresden getragen. Die Erlebnisconfiserie direkt am Altmarkt ist der erste „FlagshipStore“ von Viba außerhalb Thüringens, in dem man auch mitmachen kann, aber auch Frühstück, Kuchen und viele andere Leckereien genießen kann. Ihr könnt hier Süßigkeiten kaufen, selbst gestalten und herstellen, Pralinen und Co. von den Nougat-Handwerkern gestalten lassen oder einfach nur Schlemmen.

Das Frühstück im PRINZ-Test

Die Location hat außer sonntags immer ab 9:30 Uhr geöffnet und bis 11.30 Uhr könnt ihr auch Frühstück genießen. Zur Auswahl steht eine handvoll leckere Frühstücksideen. Ob Vital Frühstück mit Obstsalat, Joghurt und Frischkäse, Strammer Max mit Brot, Schinken und Spiegelei oder das Schlemmer Frühstück für zwei Personen, die Auswahl ist gut und für jeden etwas dabei. Wir entscheiden uns für das Kanadische und das Amerikanische Frühstück, süß und herzhaft werden dabei kombiniert. Die Pfannkuchen an Nougatcréme (wahlweise Ahornsirup) des Kanadischen Frühstücks sind perfekt zubereitet, schön locker und auf den Punkt gebacken – leider kommt die Portion etwas klein daher.

Das Amerikanische Frühstück mit Rührei, Bacon, Bratkartoffeln und Würstchen ist großartig: perfekte krosse Bratkartoffeln, Rührei gut gewürzt mit Kräutern und Co. und der Bacon knusprig, wie es sich gehört. Der Service ist sehr flink, aufmerksam und trotz früher Morgenstunde äußerst freundlich. In einer offenen Küche werden die Speisen zubereitet, auf der Galerie oberhalb des Manufaktur- und Verkaufsbereichs befindet sich die Restaurantebene, und man kann so auch hier beim Kochen zuschauen. Oder ihr richtet den Blick hinaus auf den Altmarkt, hinüber in die Schlosstraße zum Schloss und Georgentor, auf den Kulturpalast, die Kreuzkirche oder Frauenkirche – all das könnt ihr von hier aus sehen und euch am Blick auf Dresdens Zentrum erfreuen. Der hohe Raum ist trotz seiner Größe, seiner wuchtigen Leuchter und Säulen sehr gemütlich, das erzeugt familiäre Atmosphäre.  

Der Schnupperkurs im PRINZ-Test

Nach dem Frühstück geht es herunter von der Galerie in den Manufakturbereich im ersten Obergeschoss des Intecta Gebäudes. Mitten im Raum ist die Schauwerkstatt aufgebaut, und die Kursteilnehmer, die die Herstellung von Pralinen erlernen möchte, stehen an einer großen runden Theke. Bis zu 24 Personen können an einem Kurs teilnehmen, der zwischen 30 und 90 Minuten gehen kann – zwei Personen sind dabei das Minium. Es werden Confiserie-Pralinen mit Nougat und Trüffel hergestellt, Schoko Lollies produziert, Schokoladen Figuren gegossen und feine Tafelschokoladen gefertigt. Unsere beiden Kurse beinhalteten die Herstellung von Nougat-Pralinen und Schoko-Lollies. Beides war schnell zu verstehen, und wurde perfekt inszeniert. Mein Nougat-Lehrer, erklärte mir woraus die Zutaten bestehen, wieviel man in welche Form gibt, wie sich die einzelnen Massen verhalten, welche Verzierungen man machen kannn, wie man die Spritztüte am besten hält und welche Temperaturen für welchen Vorgang am besten sind.

Äußerst geschickt wird der Kurs durchgeführt, ohne Stress, für jeden nachvollziehbar und auch genießbar, denn die selbst durchzuführenden Aufgaben halten sich in Grenzen, und sind sogar für Kinder ohne weiteres möglich nachzuvollziehen. Eine rundum gelungene Sache, so ein Köstlichkeiten-Kurs. Die einkaufenden Gäste der Umgebung nimmt man beim Kurs nicht wirklich wahr, es ist nicht störend mitten im Raum an diesem Kurs teilzunehmen, da man am Ende der großen Manufakturtheke steht, den gesamten Raum überblicken kann und ein wenig auch im Mittelpunkt des Geschehens steht. Und wenn ihr keine Zeit habt einen Kurs zu machen, oder einfach große Mengen an Besonderheiten braucht, zum Beispiel kreative Namensschilder für die Geburtstagstafel, die Manufakturisten nehmen gern die indivduellesten Gestaltungaufträge an, es sind sogar schon Schoko-Fußbälle hier entstanden.

PRINZ-Bewertung: 4/5 


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