12 °C Mo, 14. Oktober 2019 Uhr
Prinz.de  ›  Gastro  ›  Neu entdeckt: Elbsalon

Neu entdeckt: Elbsalon

Direkt gegenüber dem bekannten Dresdner Programmkino „Schauburg“ hat im markanten Eckhaus am Bischofsweg ein cooles Konzept-Café eröffnet.



Noch nicht einmal zwei Monate hat der neue Elbsalon an der Königsbrücker Straße nun geöffnet und trotzdem ist er jetzt schon ein polarisierendes Neustädter Novum. Am Tor zur Äußeren Neustadt, vom Hechtviertel her, ist das neue Café und Restaurant ein wahrer Hingucker im markanten Eckhaus gegenüber der Schauburg am Bischofsweg geworden.

Viele Jahre stand das Gebäude leer, zuerst wurden die Wohnungen und Studentenapartments im Jugendstilbau fertig und nun seit Ende Januar 2015 auch das große Café und Restaurant im Erdgeschoss. Es ist in einem dieser typischen Eckgeschäfte untergebracht, wie man es in einem Gründerzeitviertel erwartet: Eingang auf der Ecke, hohe Räume und riesige Fensterflächen zum Raus- und Reinschauen.

Das Konzept des Elbsalons lässt sich am besten als „Mitmach-Restaurant“ bezeichnen. Denn tagsüber wird ganz locker am Tresen bestellt, und die Getränke und Speisen könnt ihr direkt mit an den Platz nehmen. Wer auf eine Bedienung wartet, wird hungrig wieder gehen müssen, denn bis 18 Uhr seid ihr im Elbsalon selbst der Service. Ab 18 Uhr gibt es dann den Abendservice, eine spezielle Abendkarte bietet die klassische Vielfalt eines Szene-Restaurants. Ob Steaks, Fisch, Suppen oder Pasta – die Küche des Elbsalons ist vielfältig. Schon ab 7 Uhr könnt ihr hier frühstücken gehen. Aber keine Angst, der Elbsalon ist selbst für Langschläfer super geeignet, denn bis 16 Uhr gilt die Frühstückskarte. Wir wählen bei unserem Besuch das Frühstück „London calling“ mitKräuterrühreiToast, Bohnen in Tomatensugo, gegrillte Champignons und Tomaten; dazu krosser Bacon und kleine Würstchen für 9,80€ und waren rundum zufrieden. Zusätzlich gab es ein Rührei mit getrockneten Tomaten, Mozzarella und Basilikum sowie einen Schoko-Muffin. Der Muffin war wirklich lecker, locker und super groß. Das Rührei konnte aber nicht mit den Erwartungen mithalten, es war zu flüssig – und geschmacklich kamen Tomaten und Basilikum nicht wirklich hervor. Nächstes Mal versuchen wir defintiv aber auch mal die Pancakes, die am Nachbartisch serviert wurden.

Beim Besuch am Sonntag Vormittag sichert frühzeitiges Kommen die besten Plätze, kurz nach 9 Uhr waren noch nicht so viele Plätze gefüllt. Das änderte sich aber schnell nach 10 Uhr – und so solltet ihr reservieren, wenn die Nacht zuvor etwas länger war. Auch Kinderwagen haben Platz, zwischen den rustikalen Tischen, Stühlen, Bänken und Hockern konnte das Pärchen am Nachbartisch sogar seinen „Baby-Geländewagen“ manövrieren. Die Einrichtunge ähnelt ein wenig einem „Bio-Supermarkt“ – überall viel Holz. Die Tische sind alten Werkbänken nachempfunden, und an der Theke stehen Kisten mit frischem Obst, Gemüse, und gekühlten Getränken. Auch für den Hunger zwischendurch oder auf den Weg ist gesorgt, es werden Bagels und Sandwiches angeboten. besonders zu empfehlen, wenn auch preisintensiv, die leckeren frisch gemachten Smoothies. Die eingfleischten alternativen Neustädter müssen mit dem hippen Großstadt-Café sicherlich noch etwas warm werden. Uns hat es gefallen, auch wenn das ein oder andere noch zu verbessern ist, und jeder selbst wissen muss, ob ihm der ohne Service Ansatz am Tag zusagt.

PRINZ-Bewertung: 4/5


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.