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PRINZ Test: Chay Viet

PRINZ hat für euch das vegan-vietnamesische Angebot des Chay Viet auf der Alaunstraße getestet.



In der Neustadt könnt ihr nicht nur legendäre Partys und Konzerte besuchen, sondern auch richtig gut essen. In kleinen Hinterhöfen oder direkt an der Hauptstraße verspricht das gastronomische Angebot vor allem in den Sommermonaten jede Menge Geselligkeit. Auf der Suche nach Erfrischung bei Temperaturen jenseits der 30 Grad, wurde das Chay Viet auf der Alaunstraße zu unserem Ziel. Veganer kennen den Vietnamesen vor allem aus Berlin, wo das gleichnamige Restaurant durch seine exotischen, aromatischen und vor allem fleischlosen Gerichte bekannt ist.

© Manuela Retschke
Wir entscheiden uns für einen Platz im Freien, direkt im Trubel der Neustadt. Gegenüber blicken wir auf das Espitas, nebenan schippern die kleinen Schiffchen mit japanischem Allerlei in Soy’s Sushi. Nach wenigen Minuten fragt die freundliche und etwas schüchterne asiatische Kellnerin nach unserem Kartenwunsch – hier bekommen die Gäste wahlweise eine vegetarische Karte oder die Übersicht an fleischhaltigen Gerichten gereicht. Letztere hält vor allem Klassiker wie gebratene Nudeln, Hühnchen süß-sauer oder Chop Suey bereit. Die vegetarisch-vegane Karte hingegen lockt mit Aromen wie Erdnuss, Kokos, Zitronengras und Mango, was auf der anderen Karte leider etwas zu kurz kommt. 

© Manuela Retschke
Zunächst ordern wir die Getränke und versuchen uns auch hier an dem Unbekannten: Da Chanh, eine Art alkoholfreier Caipirinha schmeckt wunderbar frisch nach Limetten und ist auch nicht zu süß. 400 ml kosten 3 Euro, ein guter Preis! 

Auch bei der Bestellung der, wohlgemerkt veganen, Hauptspeise haben wir wieder die Wahl, denn viele Hauptgerichte werden mit „Huhn“ oder „Ente“ angeboten. 

Ca. 20 Minuten nach der Bestellung stehen die beiden Hauptgerichte auf unserem kleinen Holztisch: Dau Rau (Tofu mit veganem Huhn, Saisongemüse und Erdnusssoße) für 7,90 Euro und Curry Xoai (Tofu, Seitan, vegane Ente, Saisongemüse, Kokosmilch, Zitronengras und hasugemachter Curry-Mango-Soße), das mit 2 Euro mehr zu Buche schlägt.

© Manuela Retschke
Beide Portionen sind wirklich reichlich, könnten aber im oberen Teil des Tellers etwas heißer sein. Das Dau Rau wird mit Bandnudeln serviert, obwohl es mit Reisbeilage in der Karte angekündigt wird. Das tut jedoch dem Geschmackserlebnis keinen Abbruch. Beide Gerichte sind mit frischer Minze garniert, das Gemüse ist knackig und frisch und vor allem die knusprige Haut und der aromatische Geschmack des Fleichersatzes überraschen mich als Nicht-Veganer sehr positiv. Die „Ente“ ist im Vergleich zum „Huhn“ etwas weniger faserig und einnert von der Konsistenz mehr an Tofu, als an wirkliches Fleisch. Der reine Tofu,  der ebenfalls Teil beider Gerichte ist, schmeckt etwas fad und auch die angekündigten Soßen (Erdnuss, Kokos, Mango) könnten etwas deutlicher herausstechen.

Fazit: Das Chay Viet ist nicht nur für Veganer ein echter Geheimtipp – vor allem in den warmen Monaten bekommt ihr hier Neustadt-Flair gepaart mit Exotik auf den Teller. Auch das Preis-Leistungsverhältnis passt!

PRINZ-Bewertung: 4/5

Wenn ihr jetzt Appetit auf vietnamesische Küche bekommen habt, findet ihr hier Adresse, Öffnungszeiten und Telefonnummer des Chay Viet  oder hier weitere vietnamesische Restaurants in Dresden.


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