Am 20. Januar moderieren Sie zusammen mit Gunther Emmerlich den SemperOpernball. Werden Sie auch Walzer tanzen?
Ich hoffe. Ich besteche Gunther Emmerlich schon die ganze Zeit. Eventuell lege ich mein Kaiserschmarrn-Rezept drauf und kaufe ’ne Lage Eierschecke, da kann er nicht nein sagen.

Hören Sie klassische Musik und haben Sie eine Lieblingsoper oder welche Bands drehen Sie privat lauter?
Ich liebe Schostakowitsch und Mahler. Ich bin durch mein Ballettstudium mit klassischer Musik aufgewachsen. Meine Lieblingsoper ist „Aida“. Popmusik kam später dazu. Ich mag Muse, 30 Seconds To Mars, Britpop generell, aber auch Britney Spears und Co.

Sie moderieren in Leipzig die Talkshow „Riverboat“. Führt Sie Ihr Weg von da auch mal privat nach Dresden?
Ja, ich habe dieses Jahr meine Stiefoma und meinen Freund in diese Stadt entführt. Wir sind schon seit Jahren große Fans der Ostregion. Daher hatte ich schon lange den Wunsch, diese schöne Stadt privat zu besuchen, und ich muss sagen, ich war danach völlig verknallt. Dresden ist einfach bildschön, da kommt man aus dem Staunen gar nicht mehr heraus.

Verbindet Sie auch etwas Persönliches mit der Elbmetropole, und haben Sie in Dresden denn einen Lieblingsplatz?
Also, das Restaurant Kastenmeiers im Kurländer Palais ist natürlich sagenhaft. Tolles Ambiente und leckeres Essen, mein absoluter Favorit. Was mir besonders gut gefällt: Man kann Dresdens schönste Fleckchen ganz einfach zu Fuß erkunden und hat dadurch das perfekte Tempo, die Schönheit ausreichend zu würdigen.

Wo, glauben Sie, liegen die Unterschiede zwischen Leipzig und Dresden?
Dresden ist für mich wie eine Prinzessin, die man vor ein paar Jahren aus einem jahrelangen Schlaf wachgeküsst hat. Leipzig wirkt dagegen eher wie die jüngere, freche Schwester, eine kleine Rebellin.

Würden Sie gern in ernsthafte Rollen am Theater oder in Filmen schlüpfen?
Ich habe immer wieder tolle Rollenangebote mit Tiefgang. Leider hat es bisher aus Zeitgründen nicht geklappt. Trotzdem freue ich mich immer über gute Drehbücher; ich führe auch schon Gespräche und hoffe, dass es im nächsten Jahr endlich mal klappt!

Sie engagieren sich in vielen sozialen Projekten. Gibt es ein Thema, dem Sie besonderen Stellenwert zuordnen, an dem Ihr Herz am meisten hängt?
Unsere Gesellschaft ist sehr ich-und-jetzt-bezogen und Egoismus wird uns auf Dauer nicht weiterbringen. Es wird Zeit, dass wir wieder kluge Entscheidungen fällen. Das funktioniert aber nur, wenn man das System ganzheitlich betrachtet.

Wie entspannen Sie sich?
Ich liebe es, Sport zu treiben. Pilates, Laufen, Tanzen. Ich hoffe, dass ich zwischen den Proben für den Opernball auch zum Schlittschuhlaufen komme. Ich habe gelesen, dass das Taschenbergpalais eine Eisbahn aufbaut.

Das Gespräch führte Michael Hennig.