Dass der Hund als der beste Freund des Menschen bezeichnet wird, hat seine guten Gründe. Doch vor allem in der Stadt führt die Haltung der Vierbeiner oft zu Problemen. Die rund 12000 offiziell in Dresden registrierten Hunde verursachen täglich rund 3,6 Tonnen Kot, um dessen Entsorgung sich Herrchen oder Frauchen selbst kümmern müssen. Unter dem etwas seltsamen Namen „Aktionswochen Hundekot“ führte das Ordnungsamt Anfang April Stichproben durch. Ergebnis: Von 374 kontrollierten Hundebesitzern hatten 47 kein geeignetes Behältnis für Hundekot dabei. Darüber hinaus waren 30 Prozent der kontrollierten Vierbeiner nicht steuerlich gemeldet. Die Hundesteuer von jährlich 108 Euro dient dabei in erster Linie dazu, die Zahl der Hunde und damit auch die Menge ihrer Hinterlassenschaften zu begrenzen.

Die Einnahmen finanzieren auch die Installation von Beutelspendern im gesamten Stadtgebiet. Deren weiterer Ausbau soll aufgrund der zu geringen Akzeptanz durch die Hundebesitzer allerdings nicht weiter fortgeführt werden. Nun bleibt also die Frage, was mit der Hundesteuer letztlich wirklich geschieht und ob man sie statt für sporadische Kontrollen nicht lieber für mehr Abfallbehälter und Beutelspender verwenden sollte – schließlich haben wohl die wenigsten Halter Lust, die Tretminen ihres kleinen Lieblings durch die halbe Stadt zu tragen. Angesichts dieser Situation dürfen sich die Dresdner Hundebesitzer dann doch noch kräftig auf die eigene Schulter klopfen, denn ohne ihr Geld hätte die Stadt wohl bald wieder mit größeren Finanzlöchern zu kämpfen. Georg Thieme