Du bist ein recht regelmäßiger Gast in Dresden. Was reizt dich daran, immer wiederzukommen?
Ich muss sagen, ich bin generell ein Freund der Sachsen. Die Mutter meiner Freundin kommt aus Dresden und die Oma meiner Freundin wohnt noch heute hier. Daher habe ich auch eine familiäre Verbindung zu der Stadt. Gunjah, der ja den Sonntags Click Clack veranstaltet, kenne ich jetzt seit sieben oder acht Jahren – er ist inzwischen zu einem Freund geworden, und da kommt man gerne wieder. Ohnehin empfinde ich die Sachsen als sehr warmherzig, und Dresden ist eben auch einfach eine schöne Stadt.

Gibt es Plätze, Kneipen oder Restaurants, die du regelmäßig besuchst?
Wenn ich nach Dresden komme, steht natürlich immer Eierschecke essen bei Omi auf dem Programm. Entspannt bei ihr auf dem Balkon sitzen und Kuchen essen – das hat schon immer einen hohen Erholungsfaktor. Ansonsten verbringe ich die Zeit in den Bars und Cafés in der Neustadt. Sollte etwas mehr Zeit sein, fahre ich nach Pillnitz oder klappere mal wieder die bereits bekannten Sehenswürdigkeiten wie den Zwinger ab. Wie beurteilst du die

Wie beurteilst du die Dresdner Nachtlebenlandschaft?
Naja, sie ist natürlich nicht astronomisch, aber dafür qualitativ hochwertig. Wenn ich zum Beispiel sehe, wie sich die Showboxx entwickelt hat, was da in den Jahren aufgebaut wurde, was auch beim Geburtstag jedes Jahr an DJs einreitet: Da muss man schon sagen, dass die Boxx zu den besten elektronischen Clubs Deutschlands zählt.

Und was schätzt du am Dresdner Publikum?
Zum Beispiel, dass es extrem aufgeschlossen ist für Neues. Wenn ein nicht-sächsischer DJ mal neue Klangfarben mitbringt, ist es dafür offen.

Erntest du eigentlich immer noch erstaunte Blicke, wenn du auf Partys Techno statt Rock oder Indie auflegst?
Inzwischen wirklich nur noch ganz, ganz selten. Obwohl ich das natürlich nachvollziehen kann, weil ich im TV nun mal meist mit Rockmusik in Verbindung stehe. Lustig ist eher manche Reaktion der Leute, wenn sie erstaunt sind, dass ich das auch wirklich kann.

Was inspiriert dich? Woher nimmst du die Ideen für deine Setlisten?
Ich lege eine unstillbare Neugier an den Tag; ich war noch nie rückwärtsgewandt, sondern will jeden Tag neue Musik entdecken. Wichtig ist dabei nur: Berührt sie mich oder berührt sie mich nicht. Beim Auflegen möchte ich immer ein Gefühl transportieren – es geht um den Austausch zwischen mir und dem Publikum. Die Musik wird dabei zum Kommunikationsmittel. Wenn das Publikum ähnlich berührt nach Hause geht wie ich, dann habe ich erreicht, was ich wollte.

Worauf können wir uns in naher Zukunft aus dem Hause Kavka freuen?
Mit ein bisschen Glück bekomme ich noch dieses Jahr eine eigene Produktion fertig, daran arbeite ich gerade. Der Sommer bringt erst mal einige Festivals wie das Melt! und das SMS. Für das Fernsehen drehe ich die nächsten Folgen von „Number One!“, die ab September bei ZDF kultur laufen. Da freue ich mich, dass das nun weitergeht.

Das Gespräch führte Julia Koschel.