Es duftet nach Freiheit und Lebensfreude. Die im Schnee herumtollenden Kinder leben ihre Kreativität voll und ganz aus, kreieren ihre ganz individuellen Kunstwerke. Genauso wird es wohl auch vor 800 Jahren gewesen sein, als die Mütter im kleinen Dorf Ostra ihre Kinder zum Spielen in den Schnee schickten. Aber zurück in die Gegenwart. Jetzt ist höchste Konzentration gefragt! Auf wackligen Kufen müssen mich meine Beine über das Eis tragen, das von mir mehrfach auf Bruchsicherheit getestet wird. Von Oktober bis März kann man täglich auf der Eisschnelllaufbahn in der modernen Freiberger Arena trainieren und den eleganten Akteuren von „Holiday on Ice“ oder den flinken Eishockeyspielern nacheifern. Bis dahin ist es für mich aber noch ein sehr, sehr weiter Weg. Da beobachte ich das Ganze doch lieber aus sicherer Entfernung. Umgeben von begeisterten, in blau-weiß gehüllten Fans der Dresdner Eislöwen, die im Januar vier Mal in ihrer Homebase auf dem Eis stehen werden, reißt mich die Wahnsinnsstimmung in der Halle sofort mit. Wow! Der Spaßfaktor in der neuen Eissporthalle ist definitiv hoch, für Frostbeulen wie mich ist das jedoch eher nichts.

Aber wie wäre es denn damit: Vier Veranstaltungen finden im Januar in der Messe Dresden statt, die sich seit 1999 nicht mehr am Straßburger Platz, sondern im Ostragehege befindet. Leider gibt es jedes Jahr dasselbe Programm. Von abwechslungsreichen, spannenden oder interessanten Veranstaltungen kann dabei kaum die Rede sein. Ausnahme: Randvoll wird die Messe wohl zum Konzert von Oasis sein, die ihre „Dig out your Soul“-Tour in Elbflorenz starten und dabei mit Sicherheit nicht nur Dresdner Fans an ihrer Seite haben werden. Da sich mit der Musik der Briten nicht jeder anfreunden kann, werden allerdings tatsächlich vor allem eingeschworene Fans die Halle zum Kochen bringen. Doch bis dahin ist ja noch ein wenig Zeit, sodass ich mir mein Urteil noch bilden kann.

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Nach all der sportlichen Betätigung habe ich mir jetzt ein wenig Ruhe verdient. Wie praktisch, dass sich direkt gegenüber der neuen Eissporthalle im Ostragehege, welches übrigens einst als Tiergehege gedacht war, die Yenidze befindet. Die ehemalige, im Stil einer Moschee erbaute Zigarettenfabrik beherbergt heute unter ihrer Kuppel ein Restaurant, in dem ich es mir so richtig schmecken lasse. Von typisch sächsischen bis hin zu orientalischen Speisen ist alles dabei. Da fällt es mir als Leckermaul schwer, eine Entscheidung zu treffen. Wenn in der warmen Jahreszeit hier oben der Biergarten geöffnet hat, gibt es wohl nur wenige Orte in Dresden, die eine solche Atmosphäre bieten können. Satt und glücklich starte ich abschließend noch einen kleinen Verdauungsspaziergang durch die zum Teil noch barocken Straßenzüge der Friedrichstadt. Kunst liegt in der Luft. An jeder Straßenecke entdecke ich interessante Street-Art, die die tristen, alten Häuserfassaden aufpeppt und ihnen neues Leben einhaucht. Bei der Frage, ob das wirklich Kunst ist, scheiden sich die Geister – ich jedenfalls bin begeistert. Viele Schätze liegen in diesem Viertel verborgen. Deswegen: Augen auf! Es gibt viel zu entdecken.
jyw

Wo wir gegessen haben
Kuppelrestaurant in der Yenidze Der höchste Biergarten Dresdens mit einem traumhaften Ausblick auf die Altstadt.

Wo wir gefeiert haben
Messe Dresden Nicht nur Firmen- oder Messeveranstaltungen, sondern auch zahlreiche Konzerte füllen die Hallen.

Wo wir sportlich waren
Freiberger Arena Publikumseislaufen, bei dem wirklich jeder – unabhängig von Alter und Talent – sein Können unter Beweis stellen kann.