Die Rallye Paris-Dakar ist weltweit sicherlich das bekannteste Renn-Event seiner Art. Allerdings nicht das einzige. Denn was wohl nur die wenigsten wissen: Auch von der sächsischen Landeshauptstadt aus startet seit einigen Jahren regelmäßig eine Rallye gen Süden, die sich überhaupt nicht hinter ihrem französischen Pendant verstecken muss. Aufgrund des wachsenden Ansturms sahen sich die Organisatoren dieses Jahr sogar zum ersten Mal dazu gezwungen, einen Anmeldestopp zu verhängen.

Profi muss man nicht sein, um die nicht ganz ungefährliche Reise zu wagen, gesunder Menschenverstand und etwas Mut gehören allerdings schon dazu. Belohnt werden die Fahrer auf ihrer Tour mit den schönsten Straßen Frankreichs und Spaniens, marokkanischen Landschaften und den endlosen Sandbergen der Westsahara, Mauretaniens und des Senegals. Und um zu zeigen, dass Dresdner neben einer großen Portion Abenteuerlust auch ein großes Herz haben, werden die eingesetzten Fahrzeuge am Zielort versteigert, um mit dem Erlös Krankenhäusern, Kindergärten und anderen Einrichtungen zu helfen. Einmal mehr ein Beweis dafür, dass gute Taten auch ohne Langeweile und Spießigkeit vollbracht werden können. Georg Thieme