Gemessen an der Wahlbeteiligung scheinen die Dresdner mehr Interesse an ihrem Stadtrat als an ihrem Oberbürgermeister respektive ihrer Oberbürgermeisterin zu haben. Zumindest beteiligten sich an der letzten Kommunalwahl vor fünf Jahren mit 45,9 Prozent noch ein paar mehr als an den aktuellen Wahlen um das Stadtoberhaupt, welche mit 42,2 Prozent vergleichsweise etwas weniger Beachtung fanden. Obwohl dies sicher kein Grund zur Freude ist, zeigt es immerhin, dass der Stadtrat eine gewichtige Rolle in Dresden spielt. Zur Wahl stehen dabei auch einige bekannte Dresdner Größen.

So will sich die parteilose Barbara Lässig, Präsidentin der Dresdner Eislöwen, erneut für die FDP aufstellen lassen, für die auch Steffen Neumann im Rennen ist. Unter seinem Pseudonym „DJ Steffi“ dürfte dieser Szenekennern als Teil der Disco Dice und Mitbetreiber des Neustädter Plattenladens Toast-Records ein Begriff sein. Rund um die Neustadt dreht sich auch das Wahlprogramm: Mehr Krippenplätze und weniger arbeitswütige Politessen stehen auf der Agenda. Dabei wird es mit dem CDU-Kandidaten Abdulaye Balde, ehemaliger Motown-Clubbetreiber und ebenfalls DJ, harte Konkurrenz geben. Um Einfluss darauf zu haben, wer in den Stadtrat einziehen und die Dresdner Politik mitbestimmen wird, bleibt nur eins: Wählen gehen! Georg Thieme