Während die Stadt im letzten Jahr mit „nur“ 300 000 Besuchern rechnete, sollen in diesem Jahr bis zu 500 000 Menschen die Innenstadt bevölkern. Ob das nicht vielleicht ein wenig optimistisch geschätzt ist, wird sich wohl noch herausstellen, schließlich war ja auch die Bunte Republik Neustadt diesmal ungewöhnlich schwach besucht. Um auszuschließen, dass dieses Schicksal auch das Stadtfest ereilt, schießt die Stadt laut Oberbürgermeisterin Helma Orosz pro erhofftem Besucher rund zehn Cent zu dem geplanten Kulturprogramm hinzu, insgesamt 56 000 Euro. Und das, obwohl den Organisatoren diesmal eigenen Angaben zufolge fast zehn Prozent weniger Finanzmittel zu Verfügung stehen. Ob – zumindest statistisch gesehen – wirklich jeder Einwohner Dresdens das Stadtfest besuchen wird, bleibt ungewiss, am Programm sollte es jedoch nicht liegen.

Schließlich werden auch dieses Mal rund 200 Oldtimer bei der 7. Sachsen Classic Rallye über die Augustusbrücke rollen und mehrere tausend Gummienten beim Entencup die Elbe runterstürzen. „Gerade in Zeiten der Finanzkrise und wirtschaftlicher Zurückhaltung dürfen ehrenamtliches Engagement und gemeinnützige Projekte nicht fehlen“, sagt der Vorsitzende des Fördervereins Dresdner Stadtfest, Frank Müller-Eberstein. Schade, dass der traditionelle Fürstenumzug 2009 dennoch ausfallen muss. Einen wichtigen Anreiz sollte für potenzielle Besucher allerdings der Eintritt darstellen. Der liegt nämlich auch dieses Jahr bei erfreulichen und erschwinglichen null Euro.
Georg Thieme