Dresdens Personal politik ist in Bewegung – doch warum kommen alle Fühurungskräfte von außerhalb? Während die ehemalige Marketing-Bereichsleiterin der Stadt Hamburg, Bettina Bunge, zur Geschäftsführerin der neuen Dresden Marketing GmbH gewählt wurde, löst der Bielefelder Unternehmer Stephan Meyer-Stork den bisherigen Chef-Kapitän der Sächsischen Dampfschifffahrtsgesellschaft, Michael Lohnherr, ab. Besonders umstritten war die Ernennung des neuen Geschäftsführers der Dresden Messe GmbH und Chef des Sportstätten- und Bäderbetriebes, Wolfram Köhler, der durch seine Bezüge von jährlich einer Viertelmillion Euro von vornherein in der Kritik stand. Nach langem Hin und Her untersagte schließlich das Verwaltungsgericht Oberbürgermeisterin Helma Orosz, Köhler als „Supermanager“ einzusetzen.

Dass Bunge, Meyer-Stork und Köhler unter großem eigenen Aufwand in die Landeshauptstadt gezogen sind beziehungsweise wären, ist ein gutes Zeichen dafür, dass sie hinter Dresden stehen. Allerdings drängt sich die Frage auf, warum eine Stadt wie Dresden nicht genügend eigene Macher hervorgebracht hat, die etwas verändern können. Doch scheinbar wollen die von Politik und Verantwortung nichts wissen oder werden vielmehr dort nicht gern gesehen. Zu behaupten, dies läge an der Herkunft unserer Oberbürgermeisterin, wäre vermessen, zeigt aber gut, wie es um diese Stadt steht. Einige wenige Gegenbeispiele wie Lars Knüpfer, gebürtiger Dresdner Verleger und Geschäftsführer der Dresdner Tourismus GmbH, machen da Mut. Warum also nicht mehr davon, Dresden? Georg Thieme