Wer war denn eigentlich für die Wahl eures Bühnenoutfits verantwortlich?
Der Steffen (Gitarrist, Anm. d. Red.) ist unser „Fashionexperte“ und hat sich erst mal durch zahlreiche Modeblogs geklickt und sich dann die Komposition ausgedacht.

Gibt’s wirklich keine Alternative zu „Karl-Marx-Stadt“?
Sicher gibt es Alternativen. Aber Chemnitz ist nun mal unsere Heimat, hier sind wir geboren – was wir uns ja auch nicht aussuchen konnten. Hier sind wir zu Hause und hier fühlen wir uns einfach wohl.

Ihr seid im Winter schon mal für ein Konzert in Dresden gewesen, was hat euch dazu bewogen wiederzukommen?
Zum einen waren die Shows in Dresden allesamt sehr schnell ausverkauft, da bietet sich das ja an. Und zum anderen ist es auch einfach schön, nah an der Heimat und somit eine guter Ort für Liveauftritte. Außerdem spielen wir ja sehr gern live und da nehmen wir Zusatztermine gern mit.

Schon mal von den Filmnächten am Elbufer gehört? Wäre das nicht ein schöner Anreiz, um im Sommer noch mal herzukommen?
Ich kenne die Filmnächte am Elbufer, da war ich letztes Jahr schon privat. Es wäre also sicherlich schön. Und wenn es nicht klappt, dann komme ich diesen Sommer bestimmt mal wieder zum Filmgucken vorbei.

Nenne mir einen Satz, um mir Chemnitz schmackhaft zu machen.
Da könnte man jetzt natürlich einfach den Stadtslogan „Chemnitz – Stadt der Moderne“ nehmen. Aber das wäre zu einfach. Wenn ich beispielsweise jemanden in Chemnitz rumführen würde, dann sicherlich abends. Denn wir haben zwar Deutschlands größtes Jugendstilviertel, aber so was interessiert uns junge Menschen ja nicht wirklich. Da finde ich die Szene in Chemnitz viel spannender. Hier geht der House-DJ mit dem Rock’n’Roll-DJ auf eine Technoparty – man hat schließlich kaum eine Wahl. Aber das mag ich an der Stadt.

Eure Songs sind nicht immer ganz ernst gemeint. Wie viel Ironie und wie viel Wahrheit stecken wirklich in euren Texten?
Tja, das muss jeder selbst raushören. Wir haben dieses Problem zum Beispiel oft in Berlin. Da bekommen die Leute manchmal nicht die Kurve und wir müssen uns sehr oft erklären. Aber das ist bei uns normal.

Ihr habt das ja ganz clever gelöst: Statt das Debüt auf einem kleinen Label zu veröffentlichen und euch dann Fans zu erspielen, habt ihr gleich mit einer ordentlichen Fanbase im Rücken beim Majorlabel Universal veröffentlicht. War das geplant oder eher Zufall?
Eher Zufall. Aber das ist auch gut so. Früher war das schließlich immer so. Und außerdem saßen wir im Sommer bei 40 Grad im Studio und haben nur noch in Zeitlupe gearbeitet, weil wir träge wie Schildkröten geworden sind. Da haben wir die Aufnahmen einfach verschoben – und die Tour war ja eh schon geplant.

Das Gespräch führte Julia Koschel.