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Cheerleading – Klischees adé!

Wer an Cheerleader denkt, hat mit Sicherheit eine mehr oder minder alberne Szene aus irgendeiner amerikanischen Highschool-Komödie vor Augen. Dort treten sie meist als schmückendes Beiwerk am Spielfeldrand in Erscheinung, sind bewundert wie gefürchtet und sowieso mit den tollsten Typen am Start. Die eigentlich logische Tatsache, dass Cheerleading tatsächlich beinharter Sport ist, kann da schnell mal im Hinterstübchen untergehen. Wir haben für euch die „schönsten“ Cheerleader-Klischees ge-sammelt und den Mädels vom Dresdner Verein United Cheer X-plosion unter die Puschel gehalten. Und die haben mächtig aufgeräumt!

 CHEERLEADER …

… essen nichts, was Spaß macht und tragen alle Kleidergröße 34.

Das stimmt, wir tragen ausnahmslos Kleidergröße 34. Bis auf die, die 36 bis 44 tragen. Essen würden wir auch gern mehr von dem, was angeblich keinen Spaß machen soll. Aber da gibt es ja noch die Cheerleader-Mums, die ihren Kindern Tupperbüchsen voller Süßigkeiten und Fertigprodukte mitgeben, anstatt mal einen Obstsalat zu machen oder eine Bemme zu schmieren.

 … mögen lieber Quarterbacks als Backpacker.

Wir mögen nichts von beidem. Das haben wir längst hinter 
uns gelassen und konzentrieren uns auf unseren Sport.

 … sind furchteinflößend selbstbewusst und für alles mögliche gefürchtet, nur nicht für Brainpower.

Genau so sieht es aus. Große Intelligenz braucht man für unseren Sport nicht. Unsere ca. dreiminütigen Programme bei Meisterschaften erfordern kein großes Denk- und Handlungsvermögen. Die Skills (akrobatische Elemente) kann jedes Kleinkind, die Bodypositions (Elemente in der Luft) beherrscht man ganz ohne nachzudenken. Und beim Tumbling (Salto, Flickflack etc.) ist es so-
wieso egal, da man beim Training so häufig auf den Kopf fällt, dass die Intelligenz sowieso unaufhörlich nachlässt.

… sind immer weiblich und stehen vor allem auf pinke Schminke und Glitzer.

Wir lassen den ein oder anderen Jungen schon mal bei uns mitspielen, hatten in den vergangenen Jahren auch schon mehrere Mix-Teams. Gerade haben wir keine. Also Jungs … habt Mut und meldet euch! Glitzer? Auf jeden Fall! Pink … naja, muss nicht sein. Wir stehen mehr auf teal.

 … sind hauptsächlich dekoratives Beiwerk, das nichts weiter können muss, als gut aussehen und mit 
Puscheln wedeln.

Anders als die zum Teil vorherrschende Meinung, dass Cheerleading ein „lustiges Püschel-Schwingen am Rande eines Football-Feldes“ ist, setzt sich dieser Sport tatsächlich aus einer kräftefordernden Kombination aus Tanz, Bodenturnen, menschlichen Pyramiden, Akrobatik und jeder Menge Leidenschaft zusammen. Credo einer erfolgreichen Cheerleader-Gruppe muss dabei sein: „Das Team ist der Star!“ – denn jeder Sportler hat eine wichtige Aufgabe. Erfüllt er sie nicht, stimmt das Gesamtbild nicht. Das bedeutet, dass diese Sportart auch sehr viel zur positiven Persönlichkeitsentwicklung junger Mädchen und Jungen beiträgt.

… würden jeden Buchstabierwettbewerb gewinnen. 

Mhhh … aber selbst das schafft nicht jeder Cheeleader perfekt. Genau aus dem Grund malen wir große Schilder mit den einzelnen Buchstaben unseres Vereinsnamens oder unserer Vereinsfarben. Programme beginnen immer mit einem Cheer – das ist die rhythmisch gerufene Vorstellung des Vereins. Hätten wir da nicht unsere Schilder, die abwechselnd und passend zu den Rufen hoch gehalten werden … Manche Mädels wüssten sicher nicht mal, wie wir heißen.

 … sind egoistisch, zickig und hochnäsig.

Ja, ja und ja. Genau so und in dieser Reihenfolge. Jederzeit und immer wieder gern.

MAL GUCKEN? Cheerleading Regionalmeisterschaft Ost // 17.3. ab 9 Uhr // SACHSENarena Riesa

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