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Megamarsch Dresden

Strampelnde oder rennende Spandexsportler, 
die schwitzend die Dresdner Innenstadt lahmlegen
 – geschenkt. Gefühlt findet an jedem zweiten Wochenende ein Radrennen, Marathon oder die be-
liebte Team-Challenge statt und aus unseren Facebook-Timelines grinsen uns glückliche Finisher an. Der neue Trend ist langsamer und auf den ersten Blick wesentlich unspektakulärer: Extremwandern. Schritt für Schritt und quälend lange. 2018 findet das 
Wander-Event Megamarsch erstmals in Dresden statt.

But I would walk 500 miles
And I would walk 500 more

Statt der 100 Kilometer, die an anderen Megamarsch-
Standorten in 24 Stunden bewältigt werden, geht es am 10. März in zwölf Stunden um die Hälfte: zu Fuß vom Königsufer nach Bad Schandau. 50 Kilometer sind immer noch eine ordentliche Herausforderung. Weite Strecken auf Schusters Rappen sind nicht für jeden etwas, aber die Märsche, die inzwischen in fünf deutschen Städten stattfinden, haben eine große Fangemeinschaft und sind schnell ausgebucht. Beim Megamarsch gehe es ums Durchhalten, erklärt Initiator Marko Kamischke. Er rief gemeinsam mit einem Freund 2016 den ersten Dauermarsch ins Leben – in der Eifel. „Wir wollten eine coole Challenge, die aber machbar für alle ist“, erzählt er. Die Freunde entschieden sich für die Herausforderung, 24 Stunden am Stück zu wandern, und kaum hatten sie online und via Facebook nach Mitstreitern gesucht, meldeten sich 200 Interessenten, die mitmachen wollten. „So haben wir, statt selbst mitzugehen, erst mal alles organi-
siert“, erinnert sich Kamischke. Was in der Eifel klappt, sollte doch auch woanders funktionieren, dachten sich die Wanderfans, und bieten seitdem mit einer eigens gegründeten Agentur die Geh-Events in bundesdeutschen Städten an. 

Zwischenstationen mit „Belohung“

Ob zwölf oder 24 Stunden Dauerwandern – Verpflegung und Erste-Hilfe unterwegs sind professionell organisiert. „Die Wanderer bekommen alle 10 Kilometer an den extra eingerichteten Stationen Suppe, Bananen und Äpfel“, erläutert Kamischke. Bei den Organisatoren laufen alle Fäden zusammen, sie kooperieren auch mit den örtlichen Rettungskräften. In Dresden sorgen die Johanniter für Sicherheit und Erste Hilfe. „Hauptsächlich sind die Sanitäter beim Megamarsch mit den Füßen der Wanderer beschäftigt“, weiß Kamischke. Nicht richtig eingelaufene Schuhe sind das Hauptpro-
blem, ansonsten könne „jeder es schaffen, der vom Kopf her bereit ist“, versichert er – die wahre Challenge sei die Dauer und auch das Gehen bei Nacht. Viele seien nach einem Tag wandern fix und fertig, aber gerade dann wachse man über sich hinaus. Beim Megamarsch sind viele Freizeitsportler am Start und auch Leute, die ihre eigenen Grenzen austesten möchten. „Am Zielbogen wartet dann die Familie und die anderen Teilnehmer, die Wanderer werden mit großem Applaus empfangen“, schwärmt Kamischke – der im vergangenen Jahr endlich auch mal an seinem eigenen Event 
teilnehmen konnte.

Mehr Infos unter

Megamarsch Dresden

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