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Zurück an der Spitze: Das Triple vor Augen

Der Dresdner Sportclub ist einer der ersten Namen in Deutschland, was Damen-Volleyball angeht. Trotz ihrer relativ jungen Vereinshistorie (die Volleyballabteilung wurde 1990 gegründet) können die Damen auf zahlreiche Erfolge zurückblicken.

Der Dresdner Sportclub ist einer der ersten Namen in Deutschland, was Damen-Volleyball angeht. Trotz ihrer relativ jungen Vereinshistorie (die Volleyballabteilung wurde 1990 gegründet) können die Damen auf zahlreiche Erfolge zurückblicken. Seit dem Aufstieg in die erste Bundesliga 1997 gewann das Team fünf Mal die deutsche Meisterschaft (zuletzt 2016) und wurde vier Mal deutscher Pokalsieger. Ihren größten internationalen Triumph feierten sie 2010, als vor heimischem Publikum der GM Capital Challenge Cup gewonnen werden konnte.

Gute Aussichten für den DSC

In der vergangenen Saison wurden die DSC-Damen „nur“ Dritter in der Liga. Die Chancen, am Ende der aktuellen Spielzeit aber wieder ganz oben zu spielen, stehen derzeit ziemlich gut. Der DSC ist Spitzenreiter und aus den bisherigen zwölf Saisonspielen resultierten elf Siege; lediglich das Auftaktmatch gegen den SC Potsdam musste man nach Entscheidungssatz aus der Hand geben. Nun führen die Dresdnerinnen das Tableau mit 32 Punkten an (Stand: 17.01.18) – doch die Konkurrenz schläft nicht und für das Team stehen schwere Spiele in den kommenden „englischen Wochen“ an. 

Spannung bleibt dennoch erhalten

Nach dem 3:1-Sieg beim USC Münster konnte man einen Verfolger auf Abstand halten. Aber auch die nächsten beiden Auswärtsspiele (28. Januar in Stuttgart und 14. Februar in Schwerin) haben es in sich. Es geht gegen direkte Konkurrentinnen im Kampf um die Tabellenspitze – hier könnte es also wahre Big Points zu holen geben. 

„Die Wochen bis zum Pokalfinale haben es in sich“, weiß auch Cheftrainer Alexander Waibl. „Vor uns liegt ein brutales Programm mit schwierigen Auswärtsspielen und spannenden Duellen in der Margon Arena. Aber ich bin davon überzeugt, dass sich niemand im Team zu irgendeinem Zeitpunkt hängen lässt. Das zeichnet uns dieses Jahr aus. Wir haben eine gute Mischung aus Talent und Charakter im Team und sind in der Lage, auch unter Druck Leistung abzurufen und Verantwortung zu übernehmen.“

„Die Mischung aus Talent und Charakter holt den Sieg“

Auch in den anderen Wettbewerben liegen die Volleyballerinnen vom DSC voll im Soll. Im letzten Spiel des Jahres 2017 gewannen sie in einem wahren Krimi im Halbfinale des DVV-Pokals gegen Liga-Konkurrent SSC Palmberg-Schwerin mit 3:2. In Mannheim steht nun am 4. März das Pokalfinale an, Gegner ist der VC Wiesbaden, derzeit im Mittelfeld der Tabelle. Und wer sich einmal bis ins Finale durchgekämpft hat, will dort natürlich als Sieger hervorgehen, meint auch Mannschaftsführerin Myrthe Schoot: „Alle 14 Spielerinnen haben den Sieg gegen Schwerin geholt. Wir haben mit großem Herzen gekämpft und jetzt wollen wir das Ding auch holen. Ich hoffe, dass ganz Dresden nach Mannheim mitkommt und es eine unvergessliche Erfahrung für uns alle wird.“

Der Gegner wird dabei nicht unterschätzt: „Dass sie sportlich mithalten können, haben sie zuletzt sowohl gegen Stuttgart als auch Schwerin (jeweils 3:1 für den VC Wiesbaden, Anm. d. Red.) gezeigt“, sagt DSC-Regisseurin Mareen Apitz, die sich schon sehr auf die Atmosphäre in der Mannheimer SAP-Arena freut. „Ich denke, Volleyball-Deutschland kann sich auf ein sehr attraktives Pokalfinale freuen. Bis dahin haben wir aber einen straffen Spielplan in der Liga, auf den wir uns erst einmal konzentrieren müssen.“ 

Übertragen wird das Volleyball-Pokalfinale der Damen übrigens live im Free-TV (Sonntag, 4. März, ab 16.30 Uhr auf Sport1). 

Hartes Training – für mehr als nur Glücksspiel

Auf dem europäischen Parkett sind die DSC-Spielerinnen nach zwei klaren 3:0-Siegen gegen den französischen 

Vertreter Pays D’Aix Venelles ins Achtelfinale des CEV-Cups eingezogen. Nächster Gegner ist hier der TS Volley Düdingen aus der Schweiz. Der Dresdner SC tanzt also weiterhin auf drei Hochzeiten; diesen Status wollen die Spielerinnen möglichst lange erhalten. „Wir haben drei mögliche Titel vor Augen“, blickt Apitz in die Zukunft. „Damit wir am Ende nicht nur die schweren Hantelscheiben im Krafttraining in die Höhe zu stemmen, sondern auch den ein oder anderen Pokal, müssen wir in jedem Spiel voll bei der Sache sein.“ Eine Stärke sieht die 135-fache deutsche Nationalspielerin in dem unbändigen Siegeswillen im Team. „Rückstände wie gegen Schwerin und Stuttgart, wo wir Matchbälle gegen uns hatten, drehst du nicht zufällig und mit Glück. Wir spielen als eine Einheit; sportlich wie menschlich hat Alexander Waibl ein goldenes Händchen bei der Zusammenstellung des Kaders bewiesen.“

Dass der Erfolg auch in dieser Saison bisher stetiger Begleiter des DSC ist, ist auch den Fans zu verdanken. Bei den Heimspielen ist die Margon Arena regelmäßig bis auf den letzten der 3.000 Plätze besetzt. „Es ist einfach geil, vor einer ausverkauften ,Margon Hölle’ zu spielen“, zeigt sich Apitz begeistert. „Die Zuschauer spielen eine tragende Rolle und es ist schön zu sehen, wie geschlossen sie Woche für Woche hinter uns stehen. Nach einer harten Trainingswoche sind die Heimspiele unser absolutes Highlight.“ 

Die DSC-Spiele im Februar:

Sa. 03.02., 17:30 Uhr: 

Dresdner SC – Rote Raben Vilsbiburg | Margon Arena

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