Ramona, Du warst vor 6 Monaten bei „The Voice of Germany“, ein halbes Jahr später treffen wir Dich als Jurymitglied der Düsseldorfer „Tontalente“…
Ja, das ging alles sehr schnell. Bei „The Voice“ war ich Kandidatin, jetzt bin ich bereits auf der anderen Seite und darf den Nachwuchs bewerten.

Was macht Dir denn mehr Spaß, Jurymitglied oder Kandidatin?
Das ist schwierig. Als Jurorin frage ich mich: „Wie ehrlich kann man mit jungen Talenten umgehen?“ Künstler sind schließlich sehr sensibel. Das ist eine ganz neue Verantwortung. Außerdem bin ich die Jüngste im Team, muss mich also super vorbereiten und zeigen, dass ich tatsächlich Ahnung habe. Als Kandidatin musste ich mich bewerten lassen. Dadurch habe ich viel gelernt.

Was ist das besondere an „The Voice“?
Die Professionalität! Bei „The Voice“ messen sich professionelle Künstler, die alle bereits gezeigt haben, was sie können. Es war sehr anstrengend. Ich habe teilweise nur vier Stunden geschlafen, war immer unterwegs. Dafür hat dieses Format eine Qualität, die andere Shows nie erreichen werden.

Ist „The Voice“ denn ein Sprungbrett?
Absolut! Ich bereue nicht, daran teilgenommen zu haben. Es hat mich definitiv weiter gebracht. Die Nachfrage nach mir und auch nach „Fresh Music Live“ ist deutlich gestiegen.

Was würdest Du den neuen Kandidaten mit auf den Weg geben?
Sie sollten starke Nerven haben und mit wenig Schlaf auskommen. Die Tage sind lang, die Nächte kurz. Es war eine tolle Zeit, aber auch die stressigste in meinem Leben.

Waren „Boss Hoss“ gute Mentoren?
Ja, auf jeden Fall. Ich würde sie auch jedem Kandidaten ans Herz legen. Ich will ja selbst noch mal mit den Jungs zusammen arbeiten, die waren echt super.

Was passiert denn musikalisch aktuell bei Dir?
Ich habe im Juni 2012 zusammen mit Andreas Tanneberg (ATB) die Single „Never Give Up“ produziert. Die hat jetzt über 1,5 Millionen Klicks. Unsere zweite Single „In And Out Of Love“ ist gerade erschienen. Außerdem arbeite ich nach wie vor an meinem Album. Ich bin noch auf der Suche nach dem Sound of Nerra.

Mit wem würdest Du gerne mal zusammen arbeiten?
Ich mag Stefanie Heinzmann, die ist positiv verrückt. Natürlich auch mit meinen Ex-Hosts „The Boss Hoss“. International gefällt mir James Morrison.

Du bist vor drei Monaten nach Düsseldorf gezogen – willkommen!
Danke! Ich war vorher wegen „Fresh Music“ schon sehr oft in Düsseldorf. Ich mag die Stadt. Wir leben im Norden, ein super Umfeld für die Kiddies. Ich habe mich gut eingelebt. Bilder und Deko hängen bereits, wir haben es uns sehr gemütlich gemacht. Meine Mutter ist ganz in der Nähe. Sie hat ein eigenes Haus auf unserem Grundstück.

Wo gehst Du gerne hin, wenn Oma Nerra auf die Zwillinge aufpasst?
Ich liebe den Hafen. Tolle Architektur, nette Cafés, großartige Restaurants. Ich mag zum Beispiel das „Eigelstein“ mit seinem Brauhaus-Essen. Aber auch die Altstadt. Ich bin schon vor dem Umzug mit meinem Mann Boby gerne über die Rheinufer-Promenade geschlendert. Wenn ich feiern will, gehe ich ins „The Attic“.

Interview: N. Mertens