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Neu entdeckt: Sansibar

Düsseldorfer Ableger der Sylter „Bretterbude“. Ohne Strand – dafür mit einigem Luxus.



Die Sansibar gehört zu den Kultinstitutionen auf Sylt. Früher war sie einfach nur eine gehobene Bretterbude am Strand. 35 Jahre später ist sie eines der bekanntesten Restaurants im Land – und ein ziemliches Merchandise-Imperium, nebenbei. Es gibt Sansibar-Whiskey, Sansibar-Duft, -Salzstreuer, ja sogar eigene Daunenwesten. Nun hat das Restaurant eine Dependance in Düsseldorf. Die kann zwar leider keinen Strand bieten, dafür liegt sie im brandneuen Kö-Bogen, genauer gesagt im Kaufhaus Breuninger. Sylter Austern (zu drei Euro das Stück) dürfen auf der Speisekarte natürlich nicht fehlen, zum lokalen Ausgleich gibt es aber auch schlichte Currywurst mit Pommes zum weniger schlichten Preis von 12 Euro. Die Burgerpreise (29 Euro pro Stück) sind ebenfalls kein Druckfehler. Zugegeben, es handelt sich dabei um „U.S. Prime Beef“ vom Gourmet-Caterer. Wer’s etwas günstiger mag, kommt zum Kaffee. Dann wird z.B. schwäbischer Apfelkuchen mit Sahne serviert – für 4,50 Euro. Das Ambiente lehnt sich an die alte Sansibar auf Sylt an – das Holz wurde aber Düsseldorf-typisch aufgepimpt. Die Filiale im Köbogen erinnert denn auch mehr an einen Bulthaup-Küchenshowroom als an eine Bretterbude am Strand.

Bewertung 3/5