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PRINZ stellt vor: Mr. Shirazy

Mr. Shirazy spielt auf einem einzigartigen Instrument das FREEAK heißt und bringt jetzt sein zweites Album mit dem Namen „Ocean“ raus.



Sein Instrument hat er FREEAK und die Musikrichtung Hi-Tek-Global-Funk genannt. Mr. Shirazy erfrischt mit noch nie gehörten Sounds aus vertrauten Ecken des Universums, begleitet von „The Exile Orchestra“ und bombastischen Bilder-Welten.

Zugegeben, seine Geschichte ist ziemlich verrückt und es fällt nicht gerade leicht, das zu glauben, was er zur Entstehung seines Instruments erzählt: „Es ist schwer in Worte zu fassen, aber ich hatte an der Schwelle zwischen Traum und Wachsein eine seltsame einmalige Begegnung. Als ich am nächsten Morgen voller Überzeugung, ich hätte all das geträumt, und mit fast tödlichen Kopfschmerzen aufwachte, stand dieses Instrument in der Ecke meines Zimmers!“ Nach anfänglichen Schwierigkeiten brachte sich Mr. Shirazy das Instrument selbst bei, denn schließlich gab es dafür weder Bedienungsanleitung noch Musiklehrer. Inzwischen macht er auf der Bühne so ziemlich alles mit dem Instrument: Er kann damit in Echtzeit auf der Bühne Musik aufnehmen, mischen, mit allerlei Effekten überlagern, loopen, scratchen sowie vorwärts und rückwärts abspielen. Doch sogar visuelle Elemente sind mit dem Instrument möglich: Zeitgleich zur Musik können Bilder ineinander gemischt, Farben geändert und Live-Videos geloopt werden. So etwas hat es in der Musikgeschichte wahrhaftig noch nicht gegeben. Mr. Shirazy kann mit FREEAK elektronische Musik live spielen und nach Lust und Laune ganz spontan improvisieren.

Jemand, der mit solch einem Instrument umgehen kann und gleich einen neuen Musikstil erfindet, muss schon früh mit Musik aufgewachsen sein. Und so ist es auch: Als er ein kleines Kind war, lebte er im Teheran, wo sein Vater einen Plattenladen besaß und regelmäßig Platten nach Hause brachte. Mr. Shirazy kam also schon früh mit den verschiedensten Musikrichtungen in Kontakt, so hörte er z.B. schon damals Kraftwerk, James Brown oder Chöre aus Kasachstan. Doch bis er eigene Musik machte, dauerte es noch etwas: „Im Iran hat sich mit der Revolution Ende 70er-Jahre eine restriktive kulturfeindliche Politik an die Macht katapultiert. So gab es keinerlei Möglichkeit für uns ein Instrument zu lernen. Als ich in Deutschland erfuhr, dass es große öffentliche Musikschulen gibt, bin ich fast durchgedreht.“, so Mr. Shirazy zu PRINZ. Er hat als Jugendlicher mit Geige angefangen, später Klavier gelernt und schließlich erkannt, wie man mit Computern Musik verändern kann. Im Jugendfreizeithaus brachte er dann anderen Kids bei, wie man mit einfachen Mitteln Beats basteln kann. Weil seine Liebe zu Funk und Soul immer größer wurde, fing er irgendwann dann auch noch mit Trompete an. 

Mittlerweile konzentriert sich Mr. Shirazy voll und ganz auf seine eigene Musik mit FREEAK und seinen Bühnenshows, die er mit dem Exile Orchestra verfeinert. Das neuartige Bandkonzept ist ein audio-visuelles Kollektiv und besteht aus weit mehr als 10 Leuten. Dazu gehören laut Mr. Shirazy neben Musiker und DJs auch Visualisten, Fotografen und sogar Bühnenbildner. Mal steht der Künstler solo auf der Bühne, mal mit einem Team aus bis zu neun Musikern und zwei VJs. So entsteht eine abwechslungsreiche und innovative Show.

Am Freitag, dem 19. September könnt ihr euch seine frische und unkonventionelle Show live im Kölner Stadtgarten ansehen. Spätestens Ende Dezember wird es aber auch das „fast schon traditionelle Weihnachtskonzert“ der Band in Köln geben. Weitere Termine geben sich oft spontan, weshalb es sich lohnt, auch mal hin und wieder einen Blick auf die Homepage zu werfen. 

19. September 2014 im Stadtgarten/Köln, Einlass ab 20 Uhr

VVK: 9€, AK: 13€, Aftershowparty ab ca. 0 Uhr: 6€ (kein VVK)

Das Album erscheint am 19. September 2014 und kann unter www.mrshirazy.com bestellt oder auf iTunes gekauft werden. Einen kleinen Vorgeschmack gibt es jetzt: