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Kulinarisches Europa: Die Länderküchen der EM-Teilnehmer in Düsseldorf

Französische Austern, russische Bliny oder spanische Tapas: PRINZ gibt euch zu den EM-Teilnahmeländern den passenden Restaurant-Tipp.

© iStock/VadimZakirov

Wir finden die Fußball-Europameisterschaft 2016 ist die Gelegenheit sich durch die vielseitige und authentische europäische Küche zu futtern, neue Spezilitäten und die Küche anderer Länder kennenzulernen. Passend dazu hat PRINZ für euch zu den teilnehmenden Ländern ein Top-Restaurant in Düsseldorf und Umgebung herausgesucht. 

Gruppe A: La cuisine francaise trifft auf Schweizer Gipfeli

© Ratatouille Düsseldorf
Beginnen wir mit dem Gastgeberland der Fußball-Europameisterschaft, Frankreich. Neben gehobener Sterneküche à la Paul Bocuse ist die französische Küche vor allem für kleine Bistros und Brasserien bekannt, in denen es ausgewählte Gerichte – auch von hervorragender Qualität und Zubereitungskunst – gibt. Das Ratatouille in Düsseldorf arbeitet genau nach diesem Vorbild und serviert euch sowohl kreative als auch klassiche französiche Küche, stets frisch zubereitet. Auf der Karte stehen u.a. Austern und Froschschenkel, aber auch Bouillabaisse, Pot au Feu (klassicher französischer Eintopf) oder Loup de Mer. Während der EM wird es täglich ein wechselndes EM-Menü mit saisonalen Produkten geben. Die Spiele werden live übertragen. Um traditionell rumänisch essen zu gehen, müsst ihr allerdings einen kleinen Weg bis nach Krefeld in Kauf nehmen. Wenn ein Restaurant wie die Hauptstadt des dazugehörigen Landes heißt, kann man davon ausgehen, dass es hier auch die Spezialitäten dessen gibt. Doch der Weg ist es wert, im Bukarest gibt eine gute Auswahl an rumänischen Delikatessen u.a. Karpfensole, Bohnenteller mit geräucherter Wurst oder einen Fleischeintopf mit Mămăligă (Maisgrießbrei, wie Polenta). Eine „schwiizer“ Location können wir euch an dieser Stelle in Form von einer kleinen „Snack-Anlaufstelle“ präsentieren. Ein paar schweizer Spezialitäten, wie z.B. herzhaft belegte Tartines, gibt es im Chalet im Düsseldorfer Flughafen (gegenüber vom Lufthansa Check-In). Das sind geröstete Brotscheiben, nach Wunsch belegt mit Räucherlachs, Hähnchen oder Tomate und Büffelmozzarella. Für die „Süßen“ unter euch gibt es Gipfeli (Croissants) oder Bürli (Brötchen-Variante).

Gruppe B: Fleischlastig! English Breakfast und russisches Kotelett

© Weiße Nächte
Die englische Küche wird meistens unterschätzt und im Ausland sind Restaurants oder Cafés der Briten eher rar gesät. Wesentlich bekannter ist das englische Frühstück. Das gibt es in Düsseldorf in der Oberkasseler Kult-Location Muggel. Spiegelei, Baked Beans, Würstchen und Bacon serviert man euch hier für 8,30€. Von der Vorspeise bis zum Dessert: das Restaurant Weiße Nächte verwöhnt euch mit typisch russischer Küche. Zur Vorspeise gibt’s selbstverständlich den berühmt berüchtigten Lachskaviar, serviert mit Reibekuchen und Schmand. Als Hauptgericht gibt es u.a. das Kiewer Kotelett, eine Spezialität der russisch-ukrainischen Küche. Dafür wird ein Hähnchenbrustfilet mit Butter und Kräutern gefüllt, danach paniert und in heißem Fett ausgebacken. Dazu gibt es Bratkartoffeln und Salat. Zum Nachtisch genießt ihr hier entweder Bliny (Pfannkuchen) mit Vanilleeis oder Wareniki (Teigtaschen) mit Kirschen.

Gruppe C: Polnisches Bier passt zur deutschen Hausmannskost

© umutdogan.de
Durch die deutsche bzw. gutbürgerliche Küche könnt ihr euch in Düsseldorf in vielen Brauhäusern schlemmen. Ans Herz legen wollen wir euch aber das Hausmann’s. Tim Mälzer’s Restaurant in der Hafenstraße serviert euch deutsche Hausmannskost, modern und kreativ abgeschmeckt. So gibt es u.a. Spezialitäten wie die Düsseldorfer Senfsuppe, Tartar oder Forelle. Aus der Rotisserie kommen saftig geschmorte Kalbshaxen mit Salsa verde, Schweinerippen mit Pflaunen BBQ-Lack oder Schweinekoteletts mit Apfeltrester und Meerettich. Im Fatty’s auf der Hunsrückenstraße fühlt ihr euch wie in einem typischen Pub auf der grünen Insel, Nordirland. Seine Authentizität beweist der älteste Irish Pub Düsseldorfs damit, dass er seit seinem Bestehen 1978 jede Menge englischsprachiges Publikum anzieht. Neben einer guten Auswahl an Whiskey gibt’s hier natürlich Bier und das in den unterschiedlichsten Variationen, vom dunklem irischen Bier bis zum bayrischen Lager. Dazu, die zahlreichen Fanschals an der Decke weisen schon darauf hin, ldass hier typisch irisch Fußball- und Rugbyspiele über die Großbildleinwand laufen. Nach dem Motto „7 Bier sind auch ein Schnitzel“ gibt’s hier eigentlich nur Flüssiges. Neuerdings gibt es aber eine kleine Kollaboration mit dem Casita Mexicana. Von 12-15 Uhr könnt ihr euch den exklusiven Frühstücks-Burrito schmecken lassen. Mit dem Klußka findet ihr auf der Fischerstraße auch ein polnisches Restaurant in der Landeshauptstadt. Das es hier polnische Delikatessen gibt, ist selbstverständlich. Herzstück der Spezilitäten sind die „Pierogi“ (deutsch: Piroggen). Die Teigtaschen werden jeden Morgen frisch und von Hand hergestellt und u.a. mit Sauerkarut und Pilzen, mit Fleisch oder mit Quark und süßer Sahne gefüllt. Außerdem gibt es Kohl- und Rinderrouladen, Kuttelsuppe, Bigos (Krauteintopf) und verschiedene Kotelett-Gerichte. Auch polnische Biere wie Lech oder Tyskie werden euch hier kalt serviert. Für typisch ukranische Küche lohnt sich ein Ausflug nach Köln. Die ukrainische Stadt Odessa ist einer der wichtigsten Hafenstädte am Schwarzen Meer und das Odessa in Köln ist eins der wichtigesten Restaurants am Rhein, wenn es um ukrainische sowie russische Speisen geht. Das Nationalgericht Kaviar steht selbstverständlich mit an oberster Stelle auf der Speisekarte. Ob zur kalten Platte mit Lachs, Hering und Co., zum Lachs mit hausgemachten Kartoffelpuffern oder zum Bliny (Pfannkuchen) – Kaviar serviert man euch hier in einer breiten Vielfalt. Weitere Spezialitäten des Hauses: Borschtsch (herzhafte Rote-Beete-Suppe), Wareniki und Pelmeni (beides sind gefüllte Teigtaschen) oder Schaschlik (Fleischspieße).

Gruppe D: Herzhaft geht es von Spanien über Kroatien in die Türkei

© The Bosporus
Im schicken Jugendstilhaus serviert euch das Hotel-Restaurant Zum neuen Rathaus neben internationalen Gerichten auch kroatische Spezialitäten. Im rustikalen Ambiente, mit viel dunklem Holz, gibt es hier viel Fisch. Dieser steht auf der extra Fischkarte mit Gerichten wie Wolfsbarsch mit Mangold und Salzkartoffeln, Schollenfilet auf einer Tomanten-Basilikum-Sauce oder Sardellen. Kroatisch bzw. Spezialitäten vom Balkan sind vor allem Cevapcici (Hackfleischröllchen), Pljeskavica (Hacksteak) mit Schafskäse gefüllt oder Raznjici (Fleischspieße). Serviert werden die Gerichte mit Djuvecreis (Paprikareis). Um in den Genuss der berühmten tschechischen Knödel zu kommen, müsst ihr nach Köln. Das Wirtshaus Schwejk mitten in der Altstadt ist auf die böhmische Küche spezialisiert. Hier gibt’s selbstverständlich tschechisches Bier wie Pisener Urquell oder Budweiser Budvar als auch deftige Köstlichkeiten. Neben einer festen Karte u.a. mit dem Prager Schinken werden weitere Gerichte auf einer wechselnden Wochenkarte angeboten. Darauf z.B. Böhmischer Schweinebraten mit Sauerkraut oder Budweiser Gulasch. Ob ihr selbst Spanier seid und euch kurz wie in eurer Heimat fühlen oder einfach nur als Spanienfans euch ein bisschen wie in eurem letzten Spanien-Urlaub fühlen wollt, ein Besuch in einer original spanischen Tapasbar gibt euch genau das Gefühl. Dafür und auch weil es einfach verdammt lecker schmeckt, empfehlen wir euch die Tapasbar El Ömmes. Auf der Karte: kalte und warme Tapas wie Sardellenfilets in Vinaigrette mit Knoblauch, „Albondigas“ – Hackfleischbällchen in Tomatensauce oder Spinat mit Manchego überbacken. Außerdem gibt es ausgewählte spanische Delikatessen, darunter Ziegen-Rotweinkäse oder Desserts wie hausgebackener Mandelkuchen und Crema Catalana. Bunt, süß, herzhaft und unglaublich frisch: die türkische Küche ist sehr vielseitig – teils exotisch, teils mediterran – und zeichnet sich durch eine hohe Qualität der Zutaten aus. Etwas ganz besonderes ist aber auch die Gastfreundlichkeit, die die Türken mitbringen und man sich gleich familiär aufgehoben fühlt. So könnt ihr es auch im The Bosporus erleben. An weiß eingedeckten Tischen, serviert euch ein freundlicher Service türkische Spezialitäten wie „Kabak Borani“- gebratene Zucchini mit Knoblauch-Joghurt als Vorspeise und „Ali Nazik“- geschnetzeltes Lammrückensteak auf Auberginen und Joghurt mit frischer Tomatenbuttersauce zum Hauptgericht. Zum Abschluss empfehlen wir euch einen türkischen Mocca und wer noch etwas Süßes braucht kommt bei den Baclava auf seine Kosten.

Gruppe E: belgische Fritten oder schwedische Bratkartoffeln?

© Osteria Saitta
Belgien ist ja für seine Fritten bekannt und diese sind bei den Pommes Freunden in den Düsseldorf Arcaden zu haben. Die Pommes werden aus ganzen Kartoffeln geschnitzt und nach belgischer Tradition knusprig, doppelt frittiert. Ob ihr sie dick oder dünn möchtet, könnt ihr bei eurer Bestellung angeben. Dazu gibt es 9 verschiedene Saucen von den Klassikern wie Mayo und Ketchup über exotische wie Wasabi bis hin zu scharf-pikant wie die „Samourai“ oder Pfeffer Sauce. Die Beilagen siedeln sich dank Currywurst, Hot Dog und Burger eher in internationalen, amerikanischen Geschmacks-Gefilden an. Italienische Pizzerien und Restaurants gibt’s in Düsseldorf wie Sand am Meer. Da muss man nicht lange suchen. Aber etwas ganz besonderes ist die Osteria Saitta in Alt-Niederkassel. Schon seit 1990 verwöhnt euch die Spezilitäten-Küche und gehört damit stets zu den besten italienischen Restaurants der Stadt. Kein Wunder, kocht man hier mit viel Leidenschaft und Amore und auch die Atmosphäre ist – typisch italienisch – herzlich und gastfreundlich. Die Karte wechselt ständig und ist schön übersichtlich – da könnt ihr euch sicher sein, dass alles mit den besten Zutaten frisch gekocht wird – und bietet Carpaccio, Spaghetti alle vongole (mit Muscheln) oder Kalbspaillard mit Trüffeln. Für schwedische Spezilialitäten stattet ihr am besten dem kleinen aber feinen Café und Bistro Kanelbullen einen Besuch ab. Jeden Sonntag wird hier für euch ein großes schwedisches Frühstücksbuffet mit hausgebackenen Brötchen, selbstgemachten Marmeladen und schwedischen Delikatessen wie Lachs, Kaviar und Paté aufgetischt (bitte vorher reservieren). In der Woche gibt’s einen wöchentlich wechselnden Mittagstisch mit typisch schwedischen Gerichte wie Köttbullar mit Sahnesauce, Kartoffeln und Preiselbeeren, schwedische Bratkartoffeln in Sahnesauce mit Zwiebeln, roter Beete und Spiegelei oder einen schwedischen Kartoffel-Lachs-Auflauf mit geschmolzener Butter und Zitrone. Außerdem könnt ihr euch hier durch schwedische Dekoartikel und Geschenkideen stöbern und shoppen.

Gruppe F überzeugt mit Kaiserschmarrn und portugiesischem Stockfisch

© Pixaby CC0
Ob Leberknödelsuppe, Tiroler Hüttengulasch, Wiener Schnitzel oder den Kasierschmarrn: Das sind alles beliebte österreichische Gerichte, die wir dank der Kitzbüheler Stuben nicht nur in unseren Urlauben in dem Alpenland essen können, sondern immer wenn uns danach ist. Schon seit 1999 servieren Adi Mayer und sein Team hier die österreichischen Klassiker, hin und wieder gibt es auch ausgefallene Kreationen wie Gänseleberkäse mit Maronen-Birnen-Chutney und Kartoffelchips. Dazu wählt ihr einen der 60 österreichischen Weine, auch glasweise möglich. Legendär in der ungarischen Kulinarik sind die Salami, das Gulasch und der Palatschinken. Legendär ist auch das ungarische Restaurant Zum Csikos in der Düsseldorfer Altstadt. Vor 66 Jahren als Künstler- und Jazzkneipe mit ungarischer Küche gegründet, in Günther Grass‘ Roman „Die Blechtrommel“ als „Zwiebelkeller“ verewigt, dann geschlossen und 2011 wieder eröffnet. Die Mischung aus schnörkellosem und bodenständigen Gerichten, Künstlertreff-Atmosphäre und herrlicher Live-Musik kommt bei den Düsseldorfern einfach gut an. Serviert wird das Beste, was die ungarische Küche zu bieten hat. Selbstverständlich die „Gulyássuppe“, aber auch „Debreziener“ (scharfe Wurst), ungarische Kohlrouladen gefüllt mit Hackfleisch und Salzkartoffeln, Pljeskavica (Hackbraten) oder Palatschinken (Pfannkuchen) mit Marillenmarmelade. Wie in einer Altstadtkneipe in Portugals Hauptstadt Lissabon, könnt ihr euch im Flingeraner Clube Portugues fühlen, dank rustikal-bodenständiger Deko, viel Holzvertäfelungen, handbemalter Fliesen, gemütlichen Kerzenleuchtern und Portugal-Devotionalien an den Wänden. Auch die Küche bietet Portugal-Klassiker at it’s best. Darunter natürlich viel Fisch vom Grill – wie sollte es in einem Land, dass direkt am Atlantischen Ozean liegt auch anders sein – wie z.B. Calamares, Sardinen, Stockfisch oder Seeteufel. Die Fleischeslust wird mit gegrillten Lammkoteletts, Rindersteaks oder Fleischspießen gestillt. Dazu gibt’s Salat, Brot, Aijoli und Oliven. Mehr braucht ein gutes portugiesisches Gericht auch nicht.