Anhänger von Verschwörungstheorien könnten meinen, Karneval sei eine Erfindung der Süßwarenindustrie. An Rosenmontag verdienen Haribo & Co. jedenfalls nicht schlecht. Nur ein Prozent der Kamelle sind Sponsorengeschenke, der Rest wird von den Karnevalsvereinen gekauft. Wie sich die 44 Tonnen Bonbons, Schokolade und Kaugummi verteilen, lässt sich nachvollziehen. Von den 68 Wagen, die am Zug teilnehmen, werfen ca. 55 Süßigkeiten ab, sagt Hans- Peter Suchand vom Comitee Düsseldorfer Carneval. Auf manchen von ihnen fahren bis zu 25 Jecken mit – macht 32 Kilo pro Werfer.

Das klingt erstmal viel, relativiert sich aber, wenn man die Strecke (sechs Kilometer) und Dauer (zwei Stunden) des Zuges bedenkt. Zu den Kamelle kommt in den letzten Jahren zunehmend Nicht-Essbares wie Bälle und anderes Spielzeug. Über die Auswahl ihrer Wurfgeschosse entscheiden die einzelnen Vereine selbst. Das CDC gibt allerdings verbindliche Sicherheitsregeln vor, die festlegen, was abgeworfen werden darf und was nicht. Tuben oder Lollys fallen wegen spitzer Kanten raus. Den Helm kann man sich also auch dieses Jahr sparen. Es sei denn, er gehört zum Kostüm. juk