Es soll musikinteressierte Menschen geben, die jahrelang zum Plattenkauf bei Hitsville auf der Wallstraße eilten, ohne die in der schmalen Gasse vis-à-vis liegende Kirche zu bemerken. Dabei birgt dieses außergewöhnliche Bauwerk von 1687 nicht zuletzt durch die Umgestaltung durch den Künstler Tobias Rehberger im Jahr 2003 einen zeitgemäßen Raum der Spiritualität im 21. Jahrhundert.

Werktags ist die Kirche für Andacht und Gebet geöffnet, darüber hinaus finden Diakoniegottesdienste und Sozialkongresse statt. Aber auch Touristen, Teilnehmer an Stadtführungen, Schulklassen, Kunstinteressierte, Zufallspassanten, hier Getaufte oder Getraute schauen vorbei. Darüber hinaus locken Aktionen wie Hauschkas Plattenpräsentation, die Kinderausstellung „Klangräume“ (16.-29.3.) oder „Melodien für die Bergerkirche“, bei der zur Nacht der Kirchen ein DJ Lieblingslieder der Besucher spielte, sonst eher verhaltene Kirchgänger an den Lichtaltar. Rund 300 Menschen kommen darüber hinaus immer wieder donnerstags – Tendenz steigend. Dann verteilt die Diakonie von der Düsseldorfer Tafel gesammelte Lebensmittel an Bedürftige. rem